Stand: 07.08.2020 16:42 Uhr

Tropisch-heißes Wochenende für den Norden

Ein Junge erfrischt sich mit Wasser aus einem Gartenschlauch. © picture alliance Foto: Jens Büttner
Erfrischung gefällig? Kaltes Wasser kommt die nächsten Tage zumindest nicht vom Himmel.

Die Temperaturen in Norddeutschland erreichen in den kommenden Tagen fast überall mehr als 30 Grad Celsius - so die Vorhersagen des Deutschen Wetterdienstes (DWD). Am Freitag sind 31 bis 35 Grad möglich, an den Küsten mit 28 Grad etwas weniger. Vorübergehend weht ein mäßiger Seewind, ansonsten ist der Wind eher schwach. In der Nacht zum Sonnabend liegen die Werte zwischen 15 und 20 Grad. Von einer echten Abkühlung kann keine Rede sein.

Nur schwacher Wind - lokale Hitzegewitter möglich

Der Sonnabend beginnt laut DWD sonnig, später ziehen Quellwolken auf. Lokale Hitzegewitter sind dann nicht ausgeschlossen. Die Temperaturen sind weiterhin hoch: an der See 27 bis 30 Grad, sonst 32 bis 36 Grad.

Der Sonntag wird den Vorhersagen zufolge ähnlich verlaufen: Sonne, Quellwolken, mögliche Hitzegewitter. Die Temperaturen liegen zwischen 31 und 35 Grad, an der See um 29 Grad. Der Wind weht weiter schwach.

Auch kommende Woche viel Sonne

Das Hoch "Detlef", das sich über fast ganz Europa erstreckt, sorgt dafür, dass auch in der kommenden Woche Temperaturen von um die 30 Grad erreicht werden, wie Thore Hansen vom DWD im Gespräch mit NDR.de sagte. Bis Mittwoch oder Donnerstag bleibe es heiß. Auch danach sei eine Fortsetzung des sommerlichen Wetters möglich. Verlässlich lasse sich dies noch nicht vorhersagen, aber die Chancen auf weitere sonnige Tage im August seien ganz gut, so Hansen.

Wettervorhersage
Über einem Feld mit reifen Gerstenähren scheint die Sonne. © NDR Foto: Hans-Wilhelm Schrader

Wie wird das Wetter im Norden?

Sonne? Wind? Oder doch mal Regen? Hier finden Sie das aktuelle Wetter und die Vorhersage für ganz Norddeutschland. mehr

Waldbrandgefahr im gesamten Norden ist hoch

Mit der Hitze und der Trockenheit steige auch die Waldbrandgefahr, warnte der DWD. Es seien keine Niederschläge in Sicht - bis auf örtliche Kurzgewitter. "Die bringen natürlich nicht viel", sagte Hansen. Für einen großen Teil von Niedersachsen zeigt der Waldbrandgefahrenindex in den kommenden Tagen die zweithöchste Stufe 4, in Faßberg und Celle sogar die höchste Stufe 5. Ähnlich sieht es in Mecklenburg-Vorpommern aus. Viele Regionen erreichen Stufe 4, Trollenhagen, Boizenburg, Grambow-Schwennenz und Feldberg/Mecklenburg die Stufe 5. In Schleswig-Holstein gilt für Hattstedt, Lübeck-Blankensee, Quickborn und Grambek die Stufe 4. Auch für Hamburg wird zum Teil die zweithöchste Stufe ausgerufen.

Warnung vor Unachtsamkeit

Mathias Aßmann von den Niedersächsischen Landesforsten sieht die größte Gefahr in weggeworfenen Zigarettenkippen oder auf trockenen Grasflächen geparkten Autos. In Niedersachsens Wäldern gilt zwischen dem 1. März und dem 31. Oktober ein Rauchverbot. Auch das Grillen und Entzünden von Feuer ist in dieser Zeit verboten. Ab sofort ist es im Landkreis Grafschaft Bentheim außerdem verboten, in Wäldern, Moor- und Heidegebieten die gekennzeichneten Straßen und Wege zu verlassen.

Verhaltensregeln bei Waldbrandgefahr

  • Rauchen Sie nicht im Wald und in der Feldflur!
  • Werfen Sie keine Zigarettenreste aus dem Auto! Benutzen Sie Ihren Aschenbecher im Auto!
  • Nutzen Sie für Lagerfeuer und Grillabende nur ausgewiesene Grill- und Lagerfeuerplätze, auf denen Sie einen ausreichenden Brandschutz sichern können. Halten Sie dabei einen Mindestabstand zum Wald von 50 Metern ein!
  • Parken Sie nur auf ausgewiesenen Waldparkplätzen! Ermöglichen Sie zu Ihrer eigenen Sicherheit den Lösch- und Rettungskräften eine rasche und ungehinderte Zufahrt zum Brandherd, indem Sie die Waldwege freihalten!
  • Melden Sie alle Brände unverzüglich der Feuerwehr (Notruf 112) oder der Polizei (Notruf 110)!
(Quelle: wald-mv.de)

Dieses Thema im Programm:

NDR Info | Aktuell | 07.08.2020 | 16:00 Uhr

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