Stand: 19.02.2020 17:29 Uhr  - NDR Kultur

Händels "Faramondo" noch einmal erleben

Auch heute noch ist Händels "Faramondo" mitreißend und faszinierend. Allein die Ouvertüre und mehrere Arien machen "Faramondo" zu einem Opernerlebnis der Extraklasse. Die Produktion aus dem Jahr 2014 mit Laurence Cummings wurde von Besuchern und Presse gefeiert.

"Faramondo" - 1. Akt

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Im Rahmen der Internationalen Händel-Festspiele 2014 wurde die Händel-Oper in Göttingen inszeniert. Sehen Sie hier den ersten Akt.

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Faramondo - 2. Akt
Faramondo - 3. Akt

Ein historisches Jubiläum gab den Anlass für das strahlende Motto "Herrschaftszeiten - Händel Royal" der Internationalen Händel-Festspiele Göttingen 2014. Genau 300 Jahren vorher war es nämlich zu der folgenreichen Personalunion zwischen Großbritannien und dem Königshaus Hannover gekommen, die auch Georg Friedrich Händel in eine komfortable Position auf der britischen Insel brachte. Als Hofkapellmeister in Hannover und gefeierter Komponist in London bewegte sich Händel in höchsten Gesellschaftskreisen und kam in den Genuss exklusiver Aufführungsbedingungen.

Die bieten natürlich auch die Göttinger Händel-Festspiele. Als Festspieloper 2014 war die Wahl auf Faramondo gefallen. Das Thema der um 420 n. Chr. spielenden Handlung ist ein Zwist zwischen dem König der Franken, Faramondo (Emily Fons), und dem König der Schwaben, Gernando (Christopher Lowrey), die einst enge Freunde waren, nun aber in Gestalt der schönen Rosimonda (Anna Starushkevych) dieselbe Frau lieben. Darum entspinnt sich eine ausgesprochen verworrene Geschichte, die der Regisseur Paul Curran in die Welt der Mafia oder des Denver Clans verlegt hat.

Für die bessere Verständlichkeit sorgt auch die hochdramatische Musik, die Händel 1737 innerhalb von wenigen Wochen komponiert hatte - ein (vergeblicher) Versuch, das Londoner Publikum in Sachen italienische Oper bei der Stange zu halten.

Das Programm

Oper in drei Akten, szenische Aufführung in italienischer Sprache

Faramondo: Emily Fons, Mezzosopran
Clotilde: Anna Devin, Sopran
Rosimonda: Anna Starushkevych, Mezzosopran
Gustavo: Njål Sparbo, Bass
Adolfo: Maarten Engeltjes, Countertenor
Gernando: Christopher Lowrey, Countertenor
Teobaldo: Edward Grint, Bariton
Childerico: Iryna Dziashko, Sopran

FestspielOrchester Göttingen
Ltg.: Laurence Cummings

Liveaufzeichnung der Premiere am 31.5.2014 im Deutschen Theater

Weitere Informationen
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Dieses Thema im Programm:

NDR Kultur | 23.02.2020 | 13:00 Uhr

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