Ein Feldhamster schaut aufgeweckt in die Kamera. © picture alliance/dpa |Uwe Anspach Foto: Uwe Anspach

Tierisch viele Filme beim Green Screen Festival

Stand: 17.07.2021 13:00 Uhr

Ab 4. September startet eines der größten Naturfilmfestivals Europas - das Green Screen Festival.

Ein Feldhamster schaut aufgeweckt in die Kamera. © picture alliance/dpa |Uwe Anspach Foto: Uwe Anspach
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von Lina Bande

Ein Hamster in einem Getreidefeld. Der kleine Nager ist gerade aus dem Winterschlaf erwacht. Nun huscht er aus seinem Bau im Boden, macht sich auf die Suche nach Futter. Das Publikum erlebt das Hamsterleben hautnah und auf Augenhöhe mit. "Der kleine Held vom Hamsterfeld" von Uwe Müller ist einer der 100 Festivalfilme in diesem Jahr.

Themenschwerpunkte Klimawandel und Artensterben

Denn Feldhamster sind mittlerweile vom Aussterben bedroht, in Deutschland leben sie fast nur noch in Thüringen. "Beim Green Screen Festival ist der Film über die Nagetiere in zwei Kategorien für einen Preis nominiert", erzählt Festivalsprecher Michael van Bürk.

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Das Festival läuft vom 4. bis zum 12. September. Einige der Filme werden nach der Festivalwoche in Kinos in SH gezeigt. mehr

"Die haben ein schweres Leben in den Feldern, die natürlich intensiv von der Landwirtschaft bearbeitet werden", sagt van Bürk weiter. "Sie brauchen natürlich bestimmte Flächen, wo sie einigermaßen ungestört leben können - brauchen aber auch wieder die landwirtschaftliche Produktion, weil sie auch von Getreidekörnern leben. Dieser Film ist ein super Beispiel, wie man tolle Tieraufnahmen machen kann und wie das verbunden ist mit Umweltthemen, die uns alle betreffen."

Warum der Bauboom Silbermöwen Auftrieb verleiht

Denn auch, wenn es eigentlich keinen inhaltlichen Schwerpunkt im Festivalprogramm gibt: In den meisten Filmen würden Probleme wie der Klimawandel, das Artensterben oder schwindende Lebensräume zumindest mitschwingen.

Nicht nur auf den Feldern müssen sich Tiere an neue Lebensräume anpassen, sondern beispielsweise auch in der Nordsee, rund um die Nordfriesischen Inseln.

"Die Nordfriesischen Inseln - Im Griff der Naturgewalten" zeigt eindrucksvolle, starke Bilder - von tobender See, von sandigen Dünen und nistenden Vögeln. Eine Botschaft hier: Wo sich Flora und Fauna anpassen müssen, entstehen auch neue Symbiosen. Zwischen Austern und Miesmuscheln zum Beispiel, die aneinanderwachsen. Oder der Bauboom auf Sylt, der Vorteile für Silbermöwen mitbringt.

100 Filme in acht Tagen

Neben den deutschen Produktionen wurden auch Filme aus 57 Ländern eingereicht. Die 100 ausgewählten Filme werden an acht Tagen in Eckernförde gezeigt, einige danach noch in Kinos in Schleswig-Holstein und Dänemark. Und neben den bekannten Gesprächsrunden und Open-Air-Veranstaltungen freut sich Festivalsprecher Michael van Bürk vor allem auf eines:

"Wir erwarten sehr viele Produzenten, Filmemacher, Kameraleute zum Festival wieder. Und die präsentieren hier ihre Filme und sie diskutieren mit den Zuschauern, sind für Fragen da. Und diese Begegnungen - das ist Festival!"

Tierisch viele Filme beim Green Screen Festival

Im September findet in Eckernförde wieder das große Naturfilmfestival statt - 100 Filme in acht Tagen.

Datum:
Ende:
Ort:
Verschiedene Aufführungsorte - mehr Details auf der Homepage des Festivals

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Dieses Thema im Programm:

NDR Kultur | Klassisch unterwegs | 17.07.2021 | 17:20 Uhr