Stand: 13.02.2018 07:38 Uhr

Riefenstahl-Nachlass geht an Berliner Stiftung

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Leni Riefenstahl wurde 1902 in Berlin geboren.

Leni Riefenstahl gilt als eine der umstrittensten Persönlichkeiten der Filmgeschichte. Ihre Rolle im Nationalsozialismus soll in Zukunft noch genauer aufgearbeitet werden. Möglich ist das, weil Riefenstahls Alleinerbin den kompletten Nachlass der Regisseurin an die Stiftung Preußischer Kulturbesitz in Berlin übergeben hat.

Briefe, Akten, Manuskripte, Verträge, dazu unzählige Fotos und Filmsequenzen - die umfangreiche Sammlung aus Riefenstahls Privatarchiv reicht bis in die 1920er-Jahre zurück. Die Stiftung Preußischer Kukturbesitz will den kompletten Bestand aufarbeiten und sich dabei Unterstützung von den Experten der Stiftung Deutsche Kinemathek holen.

Vermächtnis soll öffentlich gezeigt werden

Von besonderem Interesse dürfte dabei die Frage sein, wie sich Riefenstahls Beziehung zum NS-Regime genau entwickelt hat. Für Hitler und Goebbels drehte sie unter anderem den Propagandafilm "Triumph des Willens", hat aber ihre Bedeutung als Regisseurin immer versucht herunterzuspielen.

Die Stiftung Preußischer Kulturbesitz spricht von einer besonderen Verantwortung für die kritische Auseinandersetzung mit Riefenstahls Nachlass, sieht aber auch ein "bahnbrechendes ästhetisches Werk", das nicht nur aufbewahrt, sondern auch öffentlich gezeigt werden soll. Die frühere Sekretärin der Filmemacherin hatte als Alleinerbin entschieden, dass das Archiv in Berlin aufbewahrt werden soll, Riefenstahls Geburtsstadt.

 

Dieses Thema im Programm:

NDR Kultur | 13.02.2018 | 08:00 Uhr

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