Stand: 02.07.2020 21:09 Uhr  - NDR 1 Niedersachsen

Festival Theaterformen läuft "pandemietauglich"

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Theaterformen-Intendantin Martine Dennewald hat mit den Künstlern das Programm für das elftägige Festival coronatauglich gemacht. (Archivbild)

In Braunschweig hat am Donnerstag das Festival Theaterformen begonnen. Das internationale Theaterfestival, das jährlich im Wechsel in Hannover und Braunschweig stattfindet, dauert bis zum 12. Juli. Die Theaterformen gelten als als eines der wichtigsten Festivals für aktuelle Positionen vor allem junger Theaterregisseure. Wegen der Corona-Pandemie präsentiert sich das Festival jedoch gänzlich anders als ursprünglich geplant.

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Programm komplett umgestellt

Das elftägige Theaterfestival fällt nicht aus, wie vielleicht zu erwarten gewesen wäre. Stattdessen ist das Programm komplett umgeworfen worden. Die Theaterformen warten nun mit einer Sonderausgabe auf. Und die ist, so Festival-Intendantin Martine Dennewald, jetzt "pandemietauglich". "Ursprünglich hatten wird den Plan, 18 Theaterproduktionen zu zeigen, größtenteils Gastspiele, ein paar Auftragsarbeiten. Das ist jetzt nicht möglich."

Festival ohne Aufführungen

So absurd es zunächst also klingen mag: Es gibt in diesem Jahr bei den 30. Theaterformen tatsächlich keine Theateraufführungen. Stattdessen haben die Macher der Jubiläumsausgabe des Festivals andere Formate und Spielformen ins Programm gebracht: "Wir haben das große Glück, dass viele unserer Künstlerinnen und Künstler sowieso nicht nur Theater machen. Sie drehen auch mal einen Film, produzieren ein Hörstück oder sie machen etwas im Bereich der bildenden Kunst", sagt Dennewald. Es seien dieselben Künstler beteiligt, die unter normalen Umständen auch angereist wären. Sonst ist aber alles anders in Braunschweig: Dem Publikum stehen drei unterschiedliche Zugänge zum Festival offen.

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Teilnahme zuhause und im Staatstheater

Zum einen können im Großen und Kleinen Haus des Staatstheaters Braunschweig aufgebaute Installationen angeschaut werden - streng limitiert auf kleine Besucherzahlen und mit Gesichtsmaske. Und es gibt Künstler, die sich laut Dennewald dafür entschieden haben, dem Publikum etwas nach Hause zu schicken. Dafür müssen sich die Besucher anmelden. Auf der Website finden sie eine Mail-Adresse dafür. Da kommt die Kunst also direkt in ihren elektronischen Briefkasten. Und: Es gibt laut Dennewald den dritten Bereich - das ist das, was online passiert. Das seien aber nicht etwa abgefilmten Theateraufführungen, so die Festivalchefin. Die Künstler hätten sich vielmehr eigens neue Formen ausgedacht.

Themen kreisen um Inseln

Thematisch ist man allerdings beim zuvor gewählten Motto "A Sea of Islands" geblieben. So stehen das japanische Okinawa, ebenso wie etwa der entlegene Inselstaat Nauru in Mikronesien, sowie Timor und Sri Lanka im Mittelpunkt der künstlerischen Arbeiten, erläutert Dennewald.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Regional Braunschweig | 01.07.2020 | 17:00 Uhr

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