Stand: 17.11.2016 15:58 Uhr  | Archiv

Die dunklen Geschäfte der Welfen

Ernst August Prinz von Hannover ist das Oberhaupt eines der ältesten Adelsgeschlechter Europas - der Welfen. Das Familien-Vermögen wird auf 400 Millionen Euro geschätzt. Doch woher stammt dieser Reichtum der Welfen? Neue Dokumente liefern brisante Erkenntnisse über dunkle Geschäfte, die die Familie während der Nazi-Diktatur getätigt hat; wie die NDR Dokumentation "Adel ohne Skrupel - Die dunklen Geschäfte der Welfen" gezeigt hat.

2016: Historiker legen Zwischenbericht vor

Wissenschaftler der Universität Hannover haben in den vergangenen Jahren das Familienarchiv der Welfen untersuchen können. Ernst August von Hannover hatte es nach der Ausstrahlung der NDR Dokumentation 2014 geöffnet. Jetzt liegen erste Ergebnisse vor: Das Welfen-Archiv belegt Verstrickungen in der Nazi-Zeit.

Mehr Informationen

Aufnahme der Einbände eines sogenannten Arbeitsbuches für Ausländer der Nationalsozialisten. © National Archives and Records Administration (NARA), Washington

NS-Zwangsarbeit in Rüstungsfirma der Welfen

Bisher unbekannte Dokumente belegen: Für eine Rüstungsfabrik der Welfen mussten Zwangsarbeiter und KZ-Häftlinge unter menschenverachtenden Bedingungen schuften. mehr

Hintergrund

Stapel mit historischen Dokumenten. © EcoMedia TV / NDR

"Völlig verborgene Kapitel der Welfengeschichte"

Die Geschäfte der Welfen während der NS-Diktatur waren bislang weitgehend unerforscht. Die Autoren Michael Wech und Thomas Schuhbauer über Herausforderungen der Produktion. mehr

Die Tastatur eines Computers und ein Kuvert. © imago/INSADCO

Die Korrespondenz mit dem Welfenhaus

Ein Interview mit dem Oberhaupt der Welfen für "Adel ohne Skrupel" ist nicht zustande gekommen. Wir dokumentieren hier die Korrespondenz zwischen den Autoren und dem Welfenhaus. mehr

Video-Clips

Nachgestellte Szene: Schauspieler als Ernst August beim Zeitunglesen. © Eco Media TV / NDR
1 Min

Herzog Ernst August und der Nationalsozialismus

Berührungsängste zu den braunen Machthabern schienen die Welfen nicht zu haben. Das zeigt etwa eine Rede von Ernst August, die im Hannoverschen Anzeiger abgedruckt wurde. 1 Min

Ansicht einer Doppelseite aus dem "Arbeitsbuch" des Zwangsarbeiters Carlo Sesti, mit Passfoto. © Eco Media TV / NDR
2 Min

Die Leidensgeschichte von Carlo Sesti

Der Flugzeugmechaniker wurde als Zwangsarbeiter nach Österreich verschleppt. Dort hat er für die Welfen-Firma FMW geschuftet. 1987 hat er seine Erinnerungen zu Protokoll gegeben. 2 Min

Heinrich Prinz von Hannover im NDR Interview am 12. Mai 2014. © EcoMedia TV / NDR
1 Min

Heinrich: "Da war die Moral weg"

Wissen die heutigen Welfen, dass in den unterirdischen Produktionsanlagen ihrer Firma KZ-Häftlinge arbeiten mussten? Heinrich von Hannover im NDR Interview vom 12. Mai 2014. 1 Min

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