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Gaspreis aktuell: So viel kostet die Kilowattstunde

Stand: 07.10.2022 08:30 Uhr

Die Kosten für die Kilowattstunde Gas sind weiterhin hoch. Aktuelle Daten zeigen die gegenwärtige Entwicklung des Gaspreises für Neukunden. Was bedeutet das für den Winter?

von Anna Behrend und Christina Maciejewski

Eine Kilowattstunde Gas kostet im Mittel derzeit 28,3 Cent für Neukunden. Das geht aus Daten des Vergleichsportals Verivox hervor (Datenstand: 07.10.2022). Bestandskunden zahlen meist weniger. Der mittlere Preis der vergangenen sieben Tage ist im Vergleich zur Vorwoche um 19,7 Prozent gesunken. Vor einem Jahr um diese Zeit lag der Preis für Neukunden bei 6,8 Cent pro Kilowattstunde.

Im September 2021 konnten Verbraucher noch Neuverträge mit einem Preis von fünf Cent pro Kilowattstunde abschließen. Die tagesaktuelle Grafik zeigt: Inzwischen haben sich die Kosten vervielfacht. Die gegenwärtige Teuerungsphase begann bereits im Herbst 2021. Der Krieg in der Ukraine und die damit einhergehende Gas-Krise zogen weitere Steigerungen nach sich. Viele Menschen schauen nun mit Sorge auf die nächste Heizperiode.

"Wie teuer es letztendlich wird, ist schwer vorhersagbar," erklärt Julia Schröder, Expertin für Energiepreise von der Verbraucherzentrale Niedersachsen. "Die Preise könnten zum einen mit Blick auf den Winter wegen zunehmender Nachfrage noch weiter steigen. Die aktuellen Preissprünge seien außerdem noch nicht vollständig und bei allen angekommen, so Schröder.

Gaspreisdeckel statt Gasumlage

Um den hohen Gaspreisen entgegenzuwirken, hat sich die Bundesregierung auf ein milliardenschweres Hilfspaket für Privatkunden und Unternehmen verständigt. Die genaue Ausgestaltung des Gaspreisdeckels soll eine Expertenkommission in den kommenden Wochen entwickeln. Die geplante Gasumlage fällt dafür weg, nur die Absenkung der Mehrwertsteuer wird beibehalten.

Wie Verbraucher sich auf die Heizperiode vorbereiten können

Um den deutlich höheren Energiekosten zu begegnen, sollte sich jeder fragen, wo Energie eingespart werden könne, empfiehlt Energiepreis-Expertin Schröder. "Hier gibt es viele Möglichkeiten: Beispielsweise die richtige Einstellung der Heizung, die generelle Absenkung der Raumtemperatur oder nur so lange und so warm wie nötig zu duschen."

Anbieterwechsel keine Lösung

Von einem Wechsel des Anbieters rät Schröder eher ab: "Ein Anbieterwechsel ist aktuell schwierig. Bei rechtmäßigen Preiserhöhungen sollte nicht übereilt gekündigt, sondern zunächst die Marktlage sondiert werden."

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Dieses Thema im Programm:

Hamburg Journal | 18.08.2022 | 19:30 Uhr

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