Geldscheine liegen neben einem Stromzähler. © colourbox
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AUDIO: Strom- und Gasanbieter wechseln - was Experten raten (34 Min)

Strompreis aktuell: So viel kostet die Kilowattstunde

Stand: 14.04.2024 08:30 Uhr

Strom ist seit dem extremen Hoch durch den Ukraine-Krieg wieder deutlich günstiger geworden. Aktuelle Daten zeigen die Preisentwicklung für Neukunden.

von Claus Hesseling, Anna Behrend

26,1 Cent kostet Neukunden derzeit im Mittel eine Kilowattstunde Strom beim günstigsten Anbieter (Datenstand: 14.04.2024). Das lässt sich aus Daten des Vergleichsportals Verivox berechnen. Dieser Preis - gemittelt über die vergangenen sieben Tage - ist im Vergleich zur Vorwoche kaum gestiegen.

Was beeinflusst den Strompreis?

Durch den Krieg in der Ukraine waren die Energiepreise zwischenzeitlich stark gestiegen - auch die Strompreise für Neukunden. Sie erreichten laut Verivox im Herbst 2022 ihren bisherigen Höhepunkt mit 70 Cent pro Kilowattstunde. Das lag an den gestiegenen Gaspreisen. Denn wenn der Strom aus Wind, Sonne und Kohle nicht ausreicht, dann wird oft auch Strom in Gaskraftwerken produziert.

In einem solchen Fall lassen die hohen Gaspreise dann sogar den Preis für günstiger produzierten Strom steigen. Denn den Preis bestimmt immer das Kraftwerk mit den höchsten Produktionskosten, das beim aktuellen Bedarf noch benötigt wird - so regelt es das europaweit einheitliche Merit-Order-Prinzip.

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Stromanbieter-Wechsel kann sich wieder lohnen

Der Strompreis für Neukunden ist seit Herbst 2022 wieder deutlich gefallen. Ein Anbieterwechsel sei deswegen wieder eine Option für Verbraucherinnen und Verbraucher, sagt Julia Schröder, Expertin für Energiepreise bei der Verbraucherzentrale Niedersachsen.

Auch der Wegfall der Gas- und Strompreisbremse seit Anfang 2024 kann ein Anlass für einen Wechsel sein - insbesondere wenn der Strompreis über der bisherigen Preisbremse von 40 Cent pro Klilowattstunde liegt.

Vorsicht bei langfristiger Bindung und Discount-Anbietern

Allerdings sei noch nicht klar, wie sich der Markt entwickle und ob er sich dauerhaft stabilisiere, sagt Verbraucherschützerin Julia Schröder. Sich für zwölf oder 24 Monate vertraglich zu binden, stelle daher auch ein gewisses Risiko dar. Deshalb solle der Anbieter nicht übereilt gewechselt werden.

Bei Discount-Anbietern sollten die Vertragsbedingungen vorab ganz besonders überprüft werden - etwa die Laufzeit, enthaltene Preisgarantien sowie gegebenenfalls die Verrechnung von Boni, sagt die Expertin für Verbraucherschutz. Boni seien kritisch zu betrachten, da sie meist nur für kurze Zeit gewährt würden. Bei der Suche in Portalen sollten Verbraucher zudem genau auf die Sucheinstellungen achten und zum Beispiel Tarife mit Vorkasse ausschließen.

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Dieses Thema im Programm:

NDR Info | Wirtschaft | 28.11.2023 | 07:42 Uhr

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