Stand: 19.02.2020 11:42 Uhr  - Mein Nachmittag

Lenzrosen - zarte Frühlingsboten

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Im Gegensatz zur Christrose zeigen die Blüten der Lenzrose eher nach unten.

Lenzrosen gehören zu den ersten Frühlingsboten. Die sehr pflegeleichten Stauden blühen - je nach Sorte - von Januar bis Mai. Sie werden häufig mit Christrosen verwechselt - kein Wunder, denn sie sind botanisch eng miteinander verwandt. Beide zählen zur Familie der Helleborus: Bei Lenzrosen handelt es sich um die Art Helleborus orientalis, bei Christrosen um Helleborus niger.

Lenzrosen pflanzen und pflegen

Mein Nachmittag -

Sie können 25 Jahre alt werden, sind anspruchslos und bringen Farbe in winterliche Gärten. Fernsehgärtner Ole Beeker ist ein Fan der auch als "Nieswurz" bekannten Lenzrosen.

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Was ist der Unterschied zwischen Lenzrosen und Christrosen?

Der deutlichste äußerliche Unterschied sind die Blüten: Während die Blüten der Christrose aufrecht stehen, hängen die der Lenzrose eher nach unten. Zudem sind Lenzrosen meist größer, haben eine spätere Blütezeit und sind in vielen Farben erhältlich. Christrosen sind meist weiß, allerdings durch moderne Züchtung inzwischen häufig auch in anderen Farben verbreitet.

Der richtige Standort und Boden für Lenzrosen

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Der ideale Standort von Lenzrosen ist unter Büschen und Bäumen.

An einen idealen Standort gepflanzt, können Lenzrosen sehr alt werden, etwa 25 bis 30 Jahre. Sie bevorzugen einen eher kalkhaltigen, humosen, tiefgründigen Gartenboden und vertragen keine Staunässe. Die Pflanzen wachsen am besten im Halbschatten unter Büschen oder Bäumen. Organischer Dünger, beispielsweise Kompost, ist empfehlenswert. Gepflanzt werden können Lenzrosen von Frühling bis in den Frühsommer, sobald der Boden frostfrei ist.

Bei Frost fällt die Pflanze in sich zusammen und die Blätter liegen am Boden. Doch keine Angst: Dabei handelt es sich um einen Schutzmechanismus und die Pflanze erholt sich wieder davon.

Lenzrosen schneiden und durch Teilen verjüngen

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Lenzrosen sollten zur Verjüngung nach einigen Jahren geteilt werden.

Das gelb verfärbte und welke Laub verblühender Lenzrosen kann einfach weggeschnitten werden. Die Pflanze treibt dann im Sommer kräftig neu aus. Auch bei einem Pilzbefall, den man an Flecken und Löchern in den Blättern erkennen kann, einfach die befallenen Blätter wegschneiden und in den Hausmüll geben. Im Gegensatz zu Christrosen sollten Lenzrosen nach der Blüte alle sechs bis acht Jahre durch Teilen verjüngt werden. Die geteilten Pflanzen am besten sofort neu einpflanzen - oder verschenken.

Schön im Topf und als Schnittblume

Lenzrosen können auch draußen im Topf wachsen. Dieser benötigt ein Abzugsloch für überschüssiges Wasser, damit keine Staunässe entsteht. Eine Drainage aus Tonscherben am Boden des Topfes ist zusätzlich empfehlenswert. Als Substrat eignet sich Pflanzerde, die mit Kompost und kalkhaltigem Tonmehl vermischt wird.

Auch als Schnittblume für die Vase sehen Lenzrosen hübsch aus. Damit die Blumen länger halten, den Stiel kreuzweise einschneiden. Achtung: Beim Schneiden kann milchiger Pflanzensaft austreten, der bei empfindlichen Menschen zu Hautreizungen führen kann.

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Dieses Thema im Programm:

Mein Nachmittag | 18.02.2020 | 16:20 Uhr

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