Stand: 04.02.2020 17:36 Uhr  - Mein Nachmittag

Allergien: Wenn Zimmerpflanzen krank machen

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Zimmerpflanzen sind dekorativ und sorgen für gutes Raumklima.

Zimmerpflanzen bieten viele gesundheitliche Vorteile: Sie produzieren Sauerstoff und befeuchten die Raumluft. Einige Arten können sogar Giftstoffe aus der Luft filtern. Allerdings führen bestimmte Zimmerpflanzen bei manchen Menschen zu allergischen Reaktionen wie Schnupfen, juckenden Augen, Husten oder Hautausschlag. Die Auslöser dafür können Blätter, Pollen oder der Pflanzensaft sein. Auch ohne Berührung reagieren manche Menschen teils heftig. Bei Verdacht auf eine Allergie sollte unbedingt ein Arzt konsultiert werden.

Allergien: Wenn Zimmerpflanzen krank machen

Mein Nachmittag -

Wenn zu Hause die Augen jucken und die Nase läuft, vermutet man schnell eine Haustier- oder Hausstaub-Allergie. Doch auch Zimmerpflanzen gefährden Allergiker.

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Ficus und Gummibaum können allergische Reaktionen hervorrufen

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Manche Menschen reagieren allergisch auf beliebte Zimmerpflanzen wie den Ficus.

Gerade beliebte Zimmerpflanzen wie Birkenfeige (Ficus benjamina) und Gummibaum zählen zu den häufigeren Verursachern von allergischen Reaktionen. Die auslösenden Stoffe, die Allergene, befinden sich im Pflanzensaft und gelangen an die Blattoberfläche. Dort verbinden sie sich mit Staub und gelangen in die Raumluft. Das Allergen des Ficus ähnelt dem Latexallergen. Wer solch eine Allergie hat, sollte deshalb besser auf Zimmerpflanzen wie beispielsweise Gummibaum, Christusdorn und Weihnachtsstern verzichten.

Allergien gegen Blühpflanzen und Schnittblumen

Auch auf Schnittblumen reagieren manche Menschen allergisch, insbesondere auf Blumen aus der Familie der Korbblütler. Dazu zählen beispielsweise Astern, Margeriten und Sonnenblumen. Frühblüher wie Hyazinthen, Tulpen und Inka-Lilien können ebenfalls Reaktionen hervorrufen. Das gilt auch für Primeln. Neuere Züchtungen mit der Bezeichnung "Touch me" sollen keine Reizungen auslösen.

Schimmel in Blumenerde vermeiden

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Wer schimmelige Blumenerde vermeiden möchte, kann auf eine Hydrokultur mit Blähtonkügelchen setzen.

Durch zu intensives Gießen kann sich in Blumenerde Schimmel bilden, dessen Sporen ebenfalls allergische Reaktionen auslösen können. Meist zeigt sich der Befall durch eine weiße Schicht auf der Erde. Der Befall kann aber auch im Wurzelbereich liegen und somit nicht sichtbar sein. Auch wenn keine Allergie besteht, sollte die verschimmelte Erde umgehend entsorgt werden. Statt Blumenerde kann man eine Hydrokultur anlegen, die Pflanzen wurzeln dann nicht in Erde, sondern in einem Substrat wie Blähton oder Tongranulat.

Zimmerpflanzen können Atemwege entlasten

Pflanzen können auch Vorteile für Allergiker haben - insbesondere solche, die einen relativ hohen Wasserverbrauch haben. Durch eine hohe Verdunstung erhöhen sie die Luftfeuchtigkeit im Raum, was entlastend auf Atemwege und Schleimhäute wirken kann. Wichtig ist, Zimmerpflanzen mit großen Blättern zu wählen, damit der Sauerstoffaustausch möglichst groß ist. Diese Gewächse geben über 90 Prozent der mittels Gießwasser aufgenommenen Feuchtigkeit wieder an die Raumluft ab. Wichtig: Die Blätter sollten regelmäßig von Staub befreit werden.

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Mein Nachmittag | 04.02.2020 | 16:20 Uhr