Stand: 26.10.2018 15:20 Uhr

Kamelien im Kübel und Garten überwintern

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Mit der richtigen Pflege entwickeln Kamelien beeindruckend schöne Blüten.

Sie blühen je nach Sorte von September bis Mai und erinnern ein wenig an Rosen: Kamelien. Die aus Ostasien stammenden Pflanzen aus der Familie der Teestrauchgewächse bezaubern durch ihre vielfältig geformten und gefärbten Blüten und die immergrünen kräftigen Blätter. Kamelien gelten als eher empfindliche und schwer zu pflegende Zierpflanzen - nicht ganz zu Unrecht. Beachtet man jedoch die Anforderungen an Standort, Erde und Temperatur, kann die Freude an Kamelien lange währen - sie werden nämlich bis zu 100 Jahre alt und können je nach Sorte sehr groß werden. Beim Kauf - am besten in einem Fachbetrieb - auf kräftig glänzende Blätter achten, die Knospen dürfen nicht vertrocknet sein.

Die Blüte einer Kamelie

Kamelien für den Garten

Kamelien gelten als Zimmerpflanzen, dabei gedeihen sie auch im Garten wunderbar. NDR Fernsehgärtner Matthias Schuh erklärt, welche Bedingungen die Pflanze braucht.

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Kamelien in Kübel pflanzen

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Beim Einpflanzen darauf achten, dass der Wurzelballen relativ hoch im Topf steht.

Damit die frostempfindlichen Pflanzen nicht eingehen, halten viele sie im Kübel. Als Substrat eignet sich am besten Spezialerde für Rhododendron, denn diese ist leicht sauer. Vor dem Einpflanzen in ein Gefäß mit einem Abzugsloch empfiehlt sich unbedingt eine Drainage: Dafür Tonscherben oder Blähton als unterste Schicht in den Kübel geben. Der neue Topf sollte nur etwa fünf Zentimeter größer als der alte sein, da das Substrat sonst zu feucht werden und sich Staunässe bilden kann, die Kamelien überhaupt nicht vertragen. Austrocknen darf die Erde aber ebenfalls nicht, am besten ist es, wenn der Ballen gleichmäßig feucht bleibt und mit kalkfreiem Wasser (Regenwasser oder abgekochtes Wasser) gegossen wird.

Vor dem Einpflanzen den Ballen in Wasser tauchen und relativ hoch in den neuen Topf setzen, sodass der Wurzelballen ein bisschen übersteht. Da Kamelien eine hohe Luftfeuchtigkeit benötigen, kann die Pflanze regelmäßig mit möglichst kalkfreiem, lauwarmem Wasser besprüht werden. Geöffnete Blüten möglichst nicht einsprühen.

Der richtige Winterschutz für Kamelien im Kübel

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Welche Pflanze muss wann ins Winterquartier?

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Kamelien sind kälteempfindlich und benötigen unbedingt Winterschutz. Dennoch sollten sie so lange wie möglich draußen bleiben. Sinken die Temperaturen für längere Zeit unter null Grad, sollten sie in ein helles Winterquartier mit Temperaturen zwischen 10 und 15 Grad gebracht werden. Weniger empfindliche Sorten können in einer geschützten Ecke, beispielsweise auf der Terrasse, überwintern. Dann müssen jedoch unbedingt die Wurzeln, etwa mit Kokosmatten, geschützt werden. Die Blätter können mit einem lockeren Vlies geschützt werden, dieses schützt auch vor starker Sonneneinstrahlung bei Frost. An frostfreien Tagen das Gießen nicht vergessen.

Kamelien pflanzen: Es kommt auf den Standort an

Will man eine Kamelie im Garten kultivieren, sollte man vor dem Pflanzen vor allem auf einen geeigneten Standort achten und sich beim Kauf für eine möglichst winterharte Sorte entscheiden. Dennoch: Kamelien sind frostempfindlich und es gibt unterschiedliche Auffassungen und Erfahrungen, wie viel Frost die empfindlichen Pflanzen tatsächlich vertragen. Empfehlenswert ist ein möglichst windgeschützter Standort, etwa in der Nähe des Hauses oder von Koniferen. Die Pflanze sollte zudem vor starker morgendlicher Sonneneinstrahlung im Winter und praller Mittagssonne im Sommer geschützt sein. Ganz im Schatten sollte sie aber auch nicht wachsen, denn sie benötigt die sommerliche Sonne zur Bildung ihrer Blüten. Ideal ist ein halbschattiger Platz.

Kamelien draußen überwintern

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Kamelien sollten bis Juni gepflanzt werden, damit sie den Winter besser überstehen.

Kamelien sollten mindestens vier bis fünf Jahre alt sein, wenn sie in den Garten gepflanzt werden. In den ersten Jahren benötigen sie als Winterschutz eine dicke Mulchschicht, beispielsweise aus Laub. Zusätzlich kann der Wurzelballen mit Tannenzweigen geschützt werden. Die oberirdischen Teile der Pflanze können - wie bei den Kübelpflanzen - mit einem Vlies geschützt werden. Damit sie bis zum Winter richtig einwurzeln, sollten sie bis spätestens Juni in möglichst durchlässige, lockere, leicht saure Böden gepflanzt werden.

Kamelien nur bedingt als Zimmerpflanze geeignet

Links

Deutsche Kameliengesellschaft e. V.

Tipps zur Pflege und Vermehrung sowie Antworten auf häufige Fragen bei der Deutschen Kameliengesellschaft e. V. extern

Als Zimmerpflanze sind Kamelien nur bedingt empfehlenswert, im warmen Wohnzimmer gedeihen sie gar nicht. Der Grund: Kamelien vertragen keine trockene, warme Heizungsluft. Die Temperatur in Innenräumen sollte 15 Grad nicht übersteigen. Der beste Standort ist ein gut belüftetes Gewächshaus mit hoher Luftfeuchtigkeit. Aber auch im heimischen Wintergarten, im lichthellen Treppenhaus oder sehr kühlen Schlafzimmer kann eine Kamelie gedeihen. Einen Standortwechsel verträgt das stressanfällige Teestrauchgewächs nicht gut. Insbesondere wenn sie bereits Knospen ausgebildet hat, sollte die Pflanze nicht mehr bewegt werden, damit sie die Knospen nicht abwirft.

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