Stand: 23.05.2018 11:35 Uhr

Clematis: Königin der Kletterpflanzen

Die Clematis wird oft auch als "Königin der Kletterpflanzen" bezeichnet und gehört einfach in jeden Garten. Die auch als Waldrebe bekannte Pflanze ist ein wahres Multitalent. Mit ihr können triste Holzzäune, Hauswände, Carports, Torbögen und Garagen berankt werden. Clematis gedeiht aber auch in Kübeln prächtig. Frühe Sorten wie etwa die "Clematis alpina" blühen bereits im April und bezaubern mit ihren zahllosen Blüten. Die Pflanzen werden zwischen zweieinhalb und drei Meter hoch.

Gärtner Peter Rasch

Die Kletterkünstlerin Clematis

Nordmagazin -

Die Clematis, auch Waldrebe genannt, ist eine ideale Begleiterin für Hecken und Sträucher. Sie rankt den ganzen Sommer und hat tolle Blüten. Gärtner Peter Rasch weiß, was sie braucht.

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Etwas später - ab Mai - kommt dann die Zeit der großblumigen Clematis wie die der Sorte "The President". Sie gehört zu den besonders robusten Pflanzen aus der Clematis-Familie und kann bis zu fünf Meter in die Höhe klettern. Eine nicht weniger prächtige Sorte ist die "Multi Blue" mit ihren acht bis zwölf Zentimeter großen und gefüllten Blüten. Bei guter Pflege blüht sie fast den gesamten Sommer durch.

Der richtige Standort

Clematis gehören zu den eher anspruchslosen Pflanzen. Bei der Wahl des Standorts sollte man jedoch darauf achten, dass der "Fuß" beschattet wird und möglichst nicht zu schnell austrocknet. Hilfreich ist es deshalb, nach dem Pflanzen eine Schicht Mulch rund um die Clematis zu verteilen und beispielsweise niedrigwüchsige Stauden wie Funkien oder Storchschnabel zu pflanzen. Gerade im ersten Jahr benötigt die Waldrebe ordentlich Wasser und Dünger. Staunässe verträgt sie jedoch gar nicht. Wer also einen eher verdichteten und lehmigen Gartenboden hat, sollte beim Einpflanzen das Pflanzloch mit einer dicken Kiesschicht ausstatten. Eine Rankhilfe erleichtert zusätzlich das Anwachsen, falls die Clematis nicht an einen Zaun oder an einen Baum gepflanzt wird. Clematis eignen sich auch hervorragend als Begleiter von Kletterrosen.

Clematis pflanzen und düngen

Ist der richtige Standort gefunden, empfiehlt es sich, die Clematis beim Einpflanzen so zu tief ins Pflanzloch zu setzen, dass die unteren zwei Blattpaare mit eingegraben sind. Dies ist eine Vorsichtsmaßnahme, falls sie von der recht verbreiteten Clematiswelke, einer Pilzerkrankung, befallen werden sollte. So steigt die Wahrscheinlichkeit, dass die Pflanze nach einem Rückschnitt neu austreibt. Guter Mutterboden, gemischt mit älterem Kompost, bietet gute Startvoraussetzungen. Zusätzlich beim Pflanzen Hornspäne als organischen Langzeitdünger untermischen. Beste Pflanzzeit ist im Frühjahr oder zwischen August und Oktober.

Auch für Balkon und Terrasse geeignet

Die Clematis eignet sich auch als Kübelpflanze für den Balkon. Das Pflanzgefäß sollte mindestens 25 Liter fassen. Ganz wichtig ist eine gute Drainage: Der Kübel braucht Entwässerungslöcher sowie eine großzügige Schicht Blähton unter der Blumenerde. Beim Substrat sollte man auf gute Qualität achten, nach etwa vier Jahren sollte die Erde gewechselt werden. Am besten sollte man schon beim Kauf darauf achten, dass die ausgewählte Sorte nicht höher als 1,50 bis 2 Meter wird. Zum Ranken eignet sich ein Gitter an der Wand oder eine ausreichend große Kletterhilfe im Kübel.

Clematis pflegen und richtig pflanzen

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Dieses Thema im Programm:

Nordmagazin | 17.05.2018 | 19:30 Uhr

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