Stand: 22.03.2019 11:29 Uhr

Tulpen bringen den Frühling in Haus und Garten

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Die meisten Tulpen kommen als Schnittblumen in den Handel.

Von Weiß über Gelb, alle Rottöne, bis zu Violett und sogar Schwarz: Wenn es um Tulpen geht, sind der Vielfalt kaum Grenzen gesetzt. Tausende Sorten der beliebten Frühlingsblüher soll es geben. Schon im Januar bietet der Handel Tulpen als Schnittblumen an, die überwiegend aus riesigen Gewächshäusern in den Niederlanden stammen. Von Ende März bis in den Mai blühen sie dort auch auf ausgedehnten Plantagen im Freiland. Jahr für Jahr exportieren die Niederlande rund eine Milliarde geschnittene, blühende Tulpen allein nach Deutschland.

Tulpen.

Günstige und teure Tulpen im Vergleich

Markt -

Bei den Preisen für Tulpen gibt es große Unterschiede. Aber wie gut ist die Qualität? Und welche Tulpen halten am längsten? Markt vergleicht Blumen vom Discounter und vom Gärtner.

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Tulpen mögen es sonnig

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Große, gesunde Zwiebeln sind die Basis für schöne Blüten.

Tulpen gehören zur Familie der Liliengewächse. Die mehrjährigen Blumen wachsen aus einer Zwiebel und werden je nach Sorte etwa 15 bis 80 Zentimeter hoch. An jedem Stängel bilden sich längliche Blätter und am oberen Ende eine aufrechte, kelchförmige Blüte. Am wohlsten fühlen sich Tulpen in einem leichten, humosen bis sandigen Boden an einem sonnigen oder halbschattigen Standort. Staunässe lässt die Zwiebeln faulen. Im Garten müssen Tulpen kaum gegossen werden und überstehen auch Trockenphasen oder frostige Frühlingsnächte problemlos. In Töpfen auf dem Balkon oder im Zimmer sollten sie sparsam mit Wasser versorgt werden. Wenn sich die Zwiebel nach der Blüte regeneriert, kann man sie mit Kompost oder speziellem Dünger für Blumenzwiebeln unterstützen. Blätter und Stängel sollten stehen bleiben, bis sie komplett eingetrocknet sind. Nur die Blüte selbst wird abgeschnitten.

Zwiebeln vermehren sich

Tulpen oder Tulpia, wie Biologen sie nennen, vermehren sich über Tochterzwiebeln, die sich unterirdisch bilden. Wer die Zwiebeln im Spätsommer ausgräbt, kann die kleinen Anhänge abtrennen und einpflanzen. Nach zwei bis drei Jahren blühen sie erstmals. Im Garten können die Zwiebeln auch ganzjährig in der Erde bleiben und sich selbst vermehren. Neue Tulpenzwiebeln setzt man im Herbst vor den ersten Frösten etwa zehn Zentimeter tief in die Erde. In größeren Gruppen, einfarbig oder bunt gemischt, wirken sie später am schönsten. Schon im späten Winter sprießen die ersten grünen Spitzen aus dem Boden. Wer im Gartenbeet Platz für Sommerblumen schaffen möchte, kann die Zwiebeln nach der Blüte mit dem Grün ausgraben, eintrocknen lassen und bis zum Herbst kühl und trocken lagern. Beim Kauf von Tulpenzwiebeln gilt: Aus großen Zwiebeln entstehen die prächtigsten Blüten.

Tipps zur Pflege in der Vase

Auch als Schnittblumen sind Tulpen im Frühjahr sehr beliebt. In den Handel kommen meist etwa 30 Zentimeter hohe Sorten. Damit man lange Freude an ihnen hat, sollten sie möglichst kühl und nicht der prallen Sonne stehen. Über Nacht fühlen sich Tulpen im kühlsten Raum der Wohnung oder auf dem frostfreien Balkon wohl. Bevor sie in die Vase kommen, den unteren weißen Teil des Stängels zwei bis drei Zentimeter mit einem scharfen Messer gerade abschneiden. Die Blätter sollten nicht im Wasser stehen, daher nicht zu viel Wasser in die Vase füllen und die unteren Blätter entfernen. Allerdings saugen Tulpen viel Wasser auf, also rechtzeitig nachfüllen.

So werden Tulpen wieder frisch

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Bei guter Pflege hält ein Tulpenstrauß in der Vase zwei Wochen durch.

In der Vase wachsen Tulpen weiter und können rund zehn Zentimeter zulegen. Dann neigen sich die Köpfe häufig über den Rand. Schneidet man sie neu an, wickelt den Strauß eng in Zeitungspapier und stellt ihn für eine Stunde senkrecht in Wasser, erholen sich die Blumen wieder. Abhilfe schafft auch eine schmale, hohe Vase. Der verbreitete Tipp, Zucker ins Blumenwasser zu geben, schadet eher. Besser ist das Pulver, das in kleinen Tütchen an manchen Sträußen hängt. Tulpen und Narzissen dürfen übrigens nicht zusammen in der Vase stehen - auch wenn es zunächst schön aussieht. Narzissen sondern einen Schleim ab, der die Tulpen rasch verwelken lässt.

Kleine Tulpen-Geschichte

Die Begeisterung für Tulpen ist keineswegs neu. Bereits im Mittelalter kamen sie aus Vorder- und Zentralasien über die Türkei nach Mitteleuropa. Zunächst blühte Tulpia als exotischer Farbtupfer in den Gärten wohlhabender Bürger. Bald waren sie so beliebt, dass nicht nur für blühende Tulpen viel Geld bezahlt wurde, sondern auch für Zwiebeln, die noch in der Erde lagen - ohne zu wissen, ob und wie sie blühen werden. Die Preise in diesen Spekulationsgeschäften stiegen so hoch, dass der Markt schließlich zusammenbrach und 1637 in den Niederlanden eine Wirtschaftskrise auslöste.

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Markt | 25.03.2019 | 20:15 Uhr

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