Zwiebeln stecken: So gelingt der Anbau im Garten

Stand: 22.03.2024 15:21 Uhr

Was exotisches Superfood verspricht, kann die Zwiebel schon lange. Die gesunde Heilpflanze ist sehr pflegeleicht und lässt sich ganz einfach im eigenen Garten anbauen.

Die Zwiebel sollte in keinem Gemüsegarten fehlen, denn wer Zwiebeln im Garten pflanzt, kann auf den Kauf von exotischem Superfood getrost verzichten. Wenn es um gesunde Inhaltsstoffe geht, halten sie dem Vergleich mit Goji-Beere, Chia-Samen und Co. locker stand. 2015 wurde die Zwiebel deswegen sogar zur Heilpflanze des Jahres gekürt. Als Hausmittel wird sie bei Erkältungen und Entzündungen eingesetzt.

Große Auswahl an Zwiebeln für den Garten

Verschiedene Steckzwiebeln liegen in einer Kiste. © NDR Foto: Udo Tanske
Zwiebeln wachsen am besten an einem sonnigen Standort.

Die Auswahl an Saatgut und Steckzwiebeln ist groß, die Ansprüche des Lauch-Gewächses sind dagegen klein. Zu den beliebtesten Sorten gehören "Stuttgarter Riesen", "Birnenförmige" und "Rote". Am besten wachsen sie auf lockerem Boden an einer sonnigen Stelle im Garten. In kälteren Regionen empfiehlt es sich, die frostempfindlichen Zwiebeln nicht direkt ins Beet, sondern zuvor ins Frühbeet oder Gewächshaus zu pflanzen. Zwiebeln sind sogenannte Schwachzehrer und benötigen keinen Kompost oder zusätzliche Düngergaben zum Gedeihen. Wichtig: Sie sollten gemäß der Fruchtfolge an eine Stelle gesetzt werden, an der in den vergangenen Jahren keine Zwiebeln oder andere Liliengewächse wie Lauch oder Knoblauch gewachsen sind.

Zwiebeln im Frühling stecken

Besonders einfach ist es, Steckzwiebeln zu setzen. Sie benötigen etwa einen Monat weniger bis zur Reife als ausgesäte Zwiebeln und können bereits ab August geerntet werden. Steckzwiebeln werden zwischen März und April fünf Zentimeter tief in die Erde gesteckt, sodass noch ein kleiner Teil der Spitze herausschaut. Der Abstand zwischen den Zwiebeln sollte etwa eine Handlänge betragen, der Reihenabstand zehn bis 15 Zentimeter. Wer schon im Mai frische Zwiebeln ernten möchte, kann im frühen Herbst (Ende September bis Anfang Oktober) Wintersteckzwiebeln in die Erde setzen. Diese sind frostresistent.

Damit die Zwiebeln nach dem Stecken nicht wieder an die Erdoberfläche gelangen, legt man sie am besten eine Nacht vor dem Pflanzen in Wasser, damit sie schwerer sind. Sonst kann es passieren, dass sie durch die Feuchtigkeit im Beet nach oben gedrückt werden.

Zwiebeln säen und ernten

Im Vergleich zu Steckzwiebeln ist die Auswahl an Sorten bei Samen deutlich größer. Sie werden auch - je nach Witterung - etwa ab März ins Frühbeet oder direkt ins Freiland gesät. Das Saatgut beginnt schon bei Temperaturen ab etwa fünf Grad zu keimen. Allerdings dauert es im Vergleich zu Steckzwiebeln deutlich länger bis zur Ernte.

Erntereif sind Zwiebeln, wenn im Sommer das Laub welk wird. Wenn man den Boden bis dahin ringsherum unkrautfrei hält und immer mal wieder auflockert, sollte einer großen Ernte nichts im Wege stehen. Zwiebeln vor dem Verzehr eine gute Woche nachreifen lassen und dann zeitnah verwenden. Herbstzwiebeln halten sich bei kühler, trockener und dunkler Lagerung den ganzen Winter.

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Rasch durch den Garten | 22.03.2024 | 21:15 Uhr

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