Stand: 16.06.2020 11:20 Uhr  - Mein Nachmittag

Basilikum im Garten erfolgreich anbauen

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Viele Basilikum-Sorten blühen im Sommer ausdauernd und sind so auch attraktive Zierpflanzen.

Basilikum-Töpfe stehen in jedem Supermarkt, denn die aromatische Pflanze gehört zu den beliebtesten Küchenkräutern. Diese im Gewächshaus gezogenen Pflanzen der Sorte Genoveser können im Freiland kaum überleben. Doch unter den Dutzenden Sorten Basilikum gibt es zahlreiche, die sich auch für den Anbau in unseren Breiten eignen, bevorzugt Strauchbasilikum (Ocimum kilimandscharicum x basilicum). Unter guten Bedingungen kann es sich zu einer 50 bis 100 Zentimeter hohen Pflanze mit attraktiven Blüten in den Farben von Weiß bis Lila entwickeln.

Basilikum richtig pflegen und ernten

Mein Nachmittag -

Basilikum zählt zu den beliebtesten Kräutern in der Sommerküche. Meist verwenden wir klassisches Genoveser-Basilikum. Gärtner Ole Beeker hat die besten Tipps rund um die Pflanze.

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Basilikum nicht zu früh ins Freiland säen

Basilikum stammt ursprünglich aus tropischen Regionen Asiens und Afrikas und mag es warm, aber nicht zu sonnig. Im Freiland hat das Kraut erst eine Chance, wenn die Temperaturen nicht mehr unter acht bis zehn Grad fallen. An einem warmen und sonnigen Platz kann Basilikum ab Mitte Mai ausgesät werden. Wer die Pflänzchen im Zimmer bei Temperaturen um 20 Grad vorzieht, kann früher und länger ernten. Als Lichtkeimer werden Basilikum-Samen auf feuchter Erde angedrückt, aber nicht eingearbeitet.

Eine Vermehrung ist auch über Triebe möglich, die in einem Glas mit Wasser schnell Wurzeln bilden.

Der Boden muss feucht und nährstoffreich sein

An den Boden stellt Basilikum einige Ansprüche. Er sollte humusreich, locker und wasserdurchlässig sein. Gleichzeitig darf die Erde nicht austrocknen. Beim regelmäßigen Gießen möglichst den Boden, nicht aber die Blätter befeuchten. Pralle Mittagssonne schadet der Pflanze ebenso wie ein zugiger Standort und heftiger Regen. Auch Schädlinge wie Schnecken und Blattläuse setzen ihr häufig zu.

Stängel statt Blätter ernten

Nach etwa acht Wochen kann die Ernte beginnen. Dabei nicht die Blätter von den Stängeln zupfen, sondern einzelne Stängel knapp über einem Blattansatz abschneiden. Die Pflanze sollte nicht zu weit abgeerntet werden, sonst kann sie sich nicht mehr regenerieren. Durch regelmäßiges Abschneiden der Triebspitzen verhindert man, dass Basilikum Blüten bildet. Die Blätter können sonst bitter schmecken. Am besten morgens ernten, dann hat Basilikum wie alle Kräuter das meiste Aroma.

Basilikum nur im Haus überwintern

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Die typischen Kräutertöpfe haben im Garten kaum eine Chance.

Basilikum ist nicht winterhart, aber unter geeigneten Bedingungen mehrjährig. Im Herbst, bei Temperaturen unter zehn Grad, sterben die Pflanzen im Freiland ab. Wer sie rechtzeitig in einen Topf setzt und ins Haus holt, kann versuchen, sie bei kühler Zimmertemperatur von 15 bis 20 Grad an einem hellen Standort zu überwintern. Besonders die Sorte African Blue mit lila-grünen Blättern hat sich als robust erwiesen. Auch Kiliman und das große Mammut gelten als widerstandsfähig. Wer zunächst mehrere Sorten ausprobiert, findet das passende Basilikum für seinen Standort.

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Dieses Thema im Programm:

Mein Nachmittag | 16.06.2020 | 16:20 Uhr