Stand: 17.06.2020 09:16 Uhr

Küchenkräuter im Topf: So halten sie länger

Ein Schild steckt in einem Pflanztopf mit der Aufschrift "Oregano" © Colourbox
Kräuter in Töpfen gehen oft schnell ein - häufig aufgrund der falschen Pflege.

Im Supermarkt sehen Basilikum, Petersilie und Schnittlauch meist knackig und frisch aus. Doch häufig verkümmern die Topfpflanzen zu Hause in kürzester Zeit. Das ist nicht nur ärgerlich für den Käufer, sondern auch aus ökologischer Sicht nicht sinnvoll - Pflanze samt Plastiktopf wandern oftmals direkt in den Müll. Die meisten im Supermarkt erhältlichen Kräuter sind für den baldigen Verzehr gezüchtet. Sie wurden in Treibhäusern unter optimalen Bedingungen zu schnellem Wachstum angetrieben und sind daher nicht besonders robust.

Es kommt auf die richtige Menge Wasser an

Dennoch gibt es einige Möglichkeiten, die Kräuter am Leben zu erhalten. Besonders wichtig ist die richtige Menge an Gießwasser. Werden die Kräuter zu stark gegossen, bildet sich an den Stielansätzen Schimmel und sie gehen nach kurzer Zeit ein. Viele Kräuter vertrocknen auch einfach, weil sie nicht genügend Wasser bekommen. Als Faustregel gilt: Die tägliche Wasserration sollte zehn Prozent des Topfvolumens betragen. Das sind bei einem handelsüblichen Kräutertopf mit einem Liter Inhalt etwa 100 Milliliter, Schnittlauch benötigt bis zu 150 Milliliter. Basilikum sollte am besten mehrmals am Tag mit Wasser versorgt werden.

Kräuter teilen und in neue Töpfe pflanzen

Um die Lebensdauer zu verlängern, sollten die Pflanzen am besten direkt nach dem Kauf geteilt und neu eingetopft werden. Kräuter benötigen nährstoffarmes Substrat, eine Spezialerde für Kräuter - am besten torffrei - ist beispielsweise geeignet. Aus einem Kräutertopf lassen sich drei bis vier neue Topfpflanzen gewinnen. So erhalten die Pflanzen mehr Licht, Platz und Nährstoffe.

Der richtige Standort

Auch auf den Standort und die richtige Pflege kommt es an: Basilikum fühlt sich bei 20 Grad am wohlsten. Wer Basilikum verwenden möchte, schneidet am besten einen Trieb oder einen Teil davon ab, statt einzelne Blätter abzuzupfen. So kann die Pflanze besser neu austreiben und bleibt vital. Pralles Sonnenlicht vertragen die meisten Küchenkräuter nicht, besser ist ein heller Standort ohne direkte Sonneneinstrahlung.

Küchenkräuter selbst ziehen

Samen in der Erde © Fotolia.com Foto: fotofabrika
Die Aussaat im Freiland beginnt für Kräuter frühestens im April.

Eine weitere Möglichkeit ist es, Kräuter einfach selbst anzubauen. Das funktioniert entweder mithilfe von Stecklingen oder durch Aussaat. Für Stecklinge ist der September ein idealer Zeitpunkt zur Vermehrung, die Aussaat von Kräutern im Freiland beginnt etwa ab April. Sie können aber schon vorher drinnen auf der Fensterbank vorgezogen werden. Im Herbst lassen sich viele Kräuter trocknen oder einfrieren, manche können auch problemlos überwintern.

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