Stand: 11.04.2018 09:47 Uhr

Kartoffeln im Beet und Topf pflanzen

Kartoffeln zählen zu den beliebtesten Nahrungsmitteln und sind sehr gesund. Und aus eigenem Anbau schmecken sie besonders lecker. Der richtige Zeitpunkt zum Pflanzen ist gekommen, wenn die Bodentemperatur mindestens sieben Grad beträgt. Für den Anbau werden spezielle im Fachhandel erhältliche Pflanzkartoffeln verwendet. Alternativ eignen sich Bio-Kartoffeln, sie werden im Gegensatz zu konventioneller Ware nicht mit einem Keimstopp-Mittel behandelt. Da Kartoffeln zum Wachsen viele Nährstoffe benötigen, sollte die Erde - am besten bereits im Herbst - mit Mist angereichert werden. Alternativ beim Pflanzen im Frühling Kompost oder anderen organischen Dünger in den Boden einarbeiten.

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Für eine frühe Ernte: Kartoffeln ab Ende Februar vortreiben

Bei Kartoffeln lohnt es sich, frühe Sorten ab Ende Februar vorzutreiben. Die Ernte erfolgt dann früher, die Anfälligkeit für Krankheiten sinkt und der Ertrag fällt höher aus. Dafür einfach eine Eierpappe nehmen und in die Vertiefungen Pflanzerde füllen. Die Saatkartoffeln werden bis zur Hälfte in diese Erde gesteckt. Anschließend die Eierpappe an einen 10 bis 15 Grad warmen Platz stellen. Wichtig ist, dass die Frühkartoffeln viel Licht bekommen, beispielsweise auf der Fensterbank eines Kellerfensters oder im Gewächshaus. Je nach Bodentemperatur können sie etwa Anfang April ins Beet umgesetzt werden.

Der richtige Pflanzabstand im Beet

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Die gekeimten Kartoffeln kommen etwa zehn Zentimter tief in die Erde.

Kartoffeln sollten nur alle vier Jahre an derselben Stelle im Beet wachsen. So wird die Gefahr von Krankheiten reduziert. Gepflanzt wird in einem Abstand von mindestens 35 Zentimetern. Der Reihenabstand im von Unkraut befreiten Beet sollte etwa 70 bis 80 Zentimeter betragen. Mit den Augen beziehungsweise dem Austrieb nach oben gerichtet kommen die Kartoffeln etwa zehn Zentimeter tief in die Erde. Tipp: Kartoffeln nie neben Tomaten pflanzen. Die Kraut- und Braunfäule, eine Pilzkrankheit, kann von den Kartoffeln auf die Tomaten übergehen.

Für reiche Ernte Kartoffeln regelmäßig anhäufeln

Wenn die ersten Triebe etwa 20 Zentimeter hoch sind, sollten Kartoffeln regelmäßig mit Erde angehäufelt werden. So wird der Ertrag gesteigert und gleichzeitig vermieden, dass Tochterknollen aus der Erde herauswachsen und durch Fotosynthese grün und ungenießbar werden. Beim Anhäufeln - etwa im Abstand von zwei bis drei Wochen - unbedingt auch Unkraut entfernen.

Den richtigen Zeitpunkt für die Ernte erkennen

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Lassen sich die Kartoffeln nach dem Ausgraben leicht lösen, können sie geerntet werden.

Rund drei Monate nach dem Pflanzen kann die Ernte der Kartoffeln beginnen. Dann beginnt ihre Ruhephase, was sich an gelb-bräunlich und verdorrten oberirdischen Pflanzenteilen zeigt. Zum Testen am besten eine Kartoffelpflanze ausgraben. Lösen sich die Knollen problemlos und lässt sich die Schale mit den Fingern nicht abreiben, ist es Zeit für die Ernte, zum Beispiel mit einer Grabegabel. Wer mag, kann anschließend etwaige Überbleibsel der Kartoffelpflanzen entfernen und ein anderes Gemüse anbauen.

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Den Vorgang so oft wiederholen, bis das Pflanzgefäß komplett gefüllt ist. Nach etwa 100 Tagen kann die Ernte beginnen. Dasselbe Schichtprinzip kann auch in Hochbeeten angewendet werden - etwa in kleinen Gärten. Gut geeignet sind Sorten wie Rosa Tannenzapfen, die festkochende La Ratte oder die mehligkochende Sorte Golden Wonder.

Ein Haufen frisch geernteter Kartoffeln.

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