Stand: 02.04.2019 09:41 Uhr

Kartoffeln im Hochbeet anbauen

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Eine schnelle Variante des Hochbeets kann aus vier Europaletten gebaut werden.

Wer im Garten nicht genügend Platz hat, um auf konventionelle Art Kartoffeln anzubauen, für den gibt es eine Alternative: das Hochbeet. Dafür braucht man lediglich zwölf Mutterknollen, Gartenerde und Kompost, vier Europaletten sowie Draht. Das Beet nimmt lediglich einen Quadratmeter Gartenfläche ein, ist nicht teuer und einfach zu bauen. Auf der kleinen Fläche lassen sich gute Erträge erzielen.

Paletten zum Hochbeet zusammenbinden

Die Paletten dafür hochkant auf die Seite stellen und in einem Quadrat mit Draht zusammenbinden. Damit keine unerwünschten Nager wie Wühlmäuse ins Hochbeet eindringen, sollte der Boden des Holzkastens mit engmaschigem Drahtgitter ausgelegt werden. Die Seitenwände am besten mit dicker Gewebefolie auskleiden, so verrottet das Holznicht so schnell. Am Boden keine Folie anbringen, damit Regenwürmer ins Hochbeet gelangen und die Erde auflockern können.

Die Mischung macht's: Erde und Kompost

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Kartoffeln mögen nährstoffreiche, lockere Erde und viel Wasser.

Steht das Gerüst, kann das Hochbeet befüllt werden. Kartoffeln mögen nährstoffreiche und lockere Böden. Kompost, vermischt mit Muttererde, eignet sich daher gut, damit die Nachtschattengewächse gedeihen können. Zusätzlich kann die untere Schicht der Erde auch mit Hornspänen oder Bio-Kartoffeldünger aus dem Fachhandel angereichert werden. Stimmt die Mischung, kann sie in einem ersten Schritt bis etwa 40 Zentimeter unter die Kante des Palettenrahmens gefüllt werden.

Kartoffeln mögen viel Wasser, aber keine Staunässe

Ab April können die Kartoffeln eingepflanzt werden. Zum Anbau eignen sich am besten spezielle Pflanzkartoffeln, die im Fachhandel erhältlich sind. Auch Bio-Kartoffeln können verwendet werden, denn sie werden im Gegensatz zur herkömmlichen Ware nicht mit Keimstopp-Mitteln behandelt. Zwölf Mutterknollen genügen für ein kleines Hochbeet, da Kartoffeln nicht zu eng aneinander gepflanzt werden sollten. So fällt der Ertrag höher aus. In einem Abstand von 20 bis 25 Zentimeter werden die Pflanzkartoffeln in die Erde gedrückt. Die Erde sollte regelmäßig feucht gehalten werden, denn die Knollen brauchen viel Wasser. Staunässe mögen sie allerdings nicht. Am besten morgens reichlich gießen.

Kartoffeln regelmäßig anhäufeln

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Schauen kleine Kartoffelpflanzen aus der Erde im Hochbeet heraus, sollte neue Erde angehäuft werden.

Nach etwa fünf Wochen schauen die ersten grünen Blätter der Kartoffel aus der Erde. Dann müssen die Kartoffeln angehäufelt und die kleinen Pflänzchen mit einer weiteren Schicht der Erdmischung bedeckt werden. Ab diesem Zeitpunkt circa alle ein bis zwei Wochen neue Erde aufschütten - immer dann, wenn Grün herausguckt. Dieses Prozedere wird solange wiederholt, bis der Pflanzkasten voll ist. So entstehen überall dort, wo sich eigentlich Blattachsen bilden würden, neue Wurzeln und somit auch Knollen. Durch das regelmäßige Aufschütten der Erde entsteht eine 40 Zentimeter dicke Erdschicht, die durchzogen ist von Kartoffeln. Nach ungefähr drei Monaten sind die Kartoffeln erntebereit.

Einen schönen Nebeneffekt hat der Kartoffelanbau im Hochbeet: Anbauen, Anhäufeln der Erde und Ernten können ohne Bücken erfolgen und machen keine Rückenschmerzen.

Tipp: Mini-Hochbeet im Jutebeutel

Wer keinen Platz für einen Pflanzkasten hat, kann das auch mit einem Leinenbeutel oder einem speziellen Kartoffeltopf aus dem Handel tun. Das Prinzip ist dasselbe. Zum Ernten muss der Beutel einfach nur ausgeschüttet werden.

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Dieses Thema im Programm:

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