Stand: 22.01.2016 10:35 Uhr

Zimmerpflanzen im Winter richtig pflegen

In den Wintermonaten bleibt endlich wieder genügend Zeit für die Zimmerpflanzen. Und das ist gut so - wegen der oft trockenen Heizungsluft brauchen diese besondere Pflege. Denn es gibt wenig Tageslicht und die meisten Zimmerpflanzen stehen in stark aufgeheizten Räumen. Oft ist zudem die Luftfeuchtigkeit nicht optimal und die Pflanzen werden falsch gegossen. Das führt dazu, dass einige Exemplare es nicht leicht haben, den Winter zu überleben.

Großzügige Übertöpfe gegen Fäulnis

Blühende Pflanzen wie Azalee, Alpenveilchen oder das Flammende Käthchen bringen Farbe ins Zimmer. Neben einem hellen Platz brauchen sie regelmäßig Wasser. Die Erde im Topf sollte vor dem nächsten Gießen aber schon recht trocken sein. Ständig feuchte Erde neigt zu Schimmelbildung und ist zudem ein gutes Milieu für Krankheitserreger.

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Große Übertöpfe helfen Fäulnis zu vermeiden.

Ein großer Übertopf hilft Fäulnis zu vermeiden. Ein paar Steinchen oder Blähtonkugeln darin bilden die Grundlage. Einfach das Wasser in den Übertopf gießen - und zwar gerade so viel, dass die Steine bedeckt sind. Der Wurzelballen steht so nicht komplett im Nassen und die Wurzeln ziehen immer nur so viel Feuchtigkeit, wie sie wirklich benötigen. Außerdem erhöht das aufsteigende, verdunstende Wasser die Luftfeuchtigkeit.

Spüli gegen Trockenheit

Ist der Wurzelballen einer Pflanze sehr ausgetrocknet, nimmt er nur schlecht Wasser an. Ein bis zwei Tropfen Geschirrspülmittel im Gießwasser wirken hier Wunder: Die Oberflächenspannung des Wassers sinkt, dadurch wird es leichter und schneller vom Ballen aufgenommen.

Für Luftfeuchtigkeit sorgen

Außerdem sollte auch für ausreichende Luftfeuchtigkeit gesorgt werden, denn die Heizung trocknet die Raumluft stark aus. Erkennungszeichen sind braune Blattspitzen an den Pflanzen. Für ein besseres Kleinklima kann leicht gesorgt werden: Die Pflanzen mehrmals in der Woche mit Wasser aus einer Sprühflasche besprühen. Die kleinen Wassertropfen legen sich wie ein feiner Nebelschleier auf die Blätter und spenden so Feuchtigkeit.

Regelmäßig Staub von den Blättern entfernen

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Staub sollte regelmäßig von den Blättern entfernt werden.

Besonders Grünpflanzen wie Drachenbaum, Yucca-Palme oder der beliebte Benjamini beleben Innenräume. Sie tun nicht nur der Seele gut, sondern verbessern auch das Raumklima - indem sie Schadstoffe aus der Luft filtern, für Luftfeuchtigkeit sorgen und Sauerstoff produzieren. Gerade in den Wintermonaten lässt sich oft ein feiner Staubfilm auf den Blättern nieder. Der sollte regelmäßig mit warmem Wasser entfernt werden. Das tut der Pflanze gut - denn nun kommt wieder genügend Licht ans Grün. Wer kalkfreies Wasser verwendet, erspart sich das "Nachpolieren".

Orchideen nicht zu häufig gießen

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Die exotische Zimmerpflanze ist eine anspruchslose Pflanze, sie benötigt wenig Wasser.

Der häufigste Pflegefehler im Umgang mit Orchideen ist zu häufiges Gießen. Die Wurzeln nehmen das sofort krumm und faulen, die komplette Pflanze geht ein. Auch hier hilft der richtige Übertopf: Ein Absatz im Inneren des Topfes verhindert, dass die Orchidee direkten Bodenkontakt hat. Überschüssiges Wasser kann ablaufen, sich am Boden des Topfes sammeln und fügt so den Wurzeln keinen Schaden zu.

Gießregel: Hebt man die Pflanze an und sie erscheint ungewöhnlich leicht, darf nachgegossen werden. Ist der Topf noch schwer, kann mit dem Gießen gewartet werden. Das Substrat sollte zwischen den Gießgängen gut abtrocknen.

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