Hochbeet neu befüllen und düngen

Stand: 25.08.2021 17:33 Uhr

Jedes Jahr sackt die Erde im Hochbeet um viele Zentimeter ab. Es sollte deshalb im Herbst mit Kompost oder Gartenerde neu befüllt werden. Gründünger sorgt zusätzlich für Nährstoffe.

Tomaten, Rote Bete oder Etagenzwiebeln: Im Herbst wird im Hochbeet Gemüse geerntet und für den Winter eingelagert. Dann wird sichtbar, dass die Erde durch den Verrottungsprozess meist um 10 bis 20 Zentimeter abgesackt ist.

Wer den Eindruck hat, dass Nährstoffe im Boden fehlen oder beispielsweise noch Gemüse mit hohem Nährstoffbedarf pflanzen möchte, kann durch eine neue Schicht die Höhe ausgleichen und gleichzeitig frische Nährstoffe hinzufügen. Nach etwa fünf bis sieben Jahren sollte die Füllung in jedem Fall komplett ausgetauscht werden.

Erde im Hochbeet mit Kompost oder Erde auffüllen

Zum Auffüllen des Hochbeets die oberste Erdschicht vorsichtig beiseiteschieben oder abtragen. Anschließend eine Mischung aus grobem Kompost, Rasenschnitt oder abgeschnittenen Stauden und Hornspäne einfüllen. Wer nur bestimmte Bereiche im Beet anreichern will, gräbt dafür ein etwa 60 Zentimeter tiefes Loch mit einem Umfang von circa 25 mal 25 Zentimeter und gibt die Mischung hinein. Das Ganze wird mit dem Aushub beziehungsweise der abgetragenen Schicht bedeckt. Soll nichts mehr gepflanzt werden, kann zusätzlich eine Mulchschicht, etwa aus Laub ausgebracht werden.

Geht es vor allem darum, die Höhe im Beet zu erhalten, genügt es, frische Komposterde oder Gartenerde aufzuschütten.

Gründüngung für neue Nährstoffe

Zusätzlich kann der Boden mit einer Gründüngung verbessert werden. Bestimmte Pflanzen wie beispielsweise Phacelia oder Gelbsenf versorgen die Erde mit Nährstoffen, insbesondere mit Stickstoff. Durch die Gründüngung wird der Boden im Hochbeet gelockert und mit organischer Masse angereichert.

Bis Oktober ist es außerdem noch möglich Feldsalat auszuäen. Dafür eignen sich frostunempfindliche Sorten wie "Vit", die bis März des Folgejahres geerntet werden können.

Weitere Informationen
Bepflanztes Hochbeet © fotolia.com Foto: Jeanette Dietl

Hochbeet anlegen, befüllen und Gemüse pflanzen

Beste Anbaubedingungen für Gemüse, reiche Ernte und Gärtnern ohne Rückenschmerzen - ein Hochbeet hat viele Vorzüge. mehr

Peter Rasch stützt den Deckel des Hochbeets mit einem Gartengerät ab. © ndr.de Foto: Udo Tanske

Aus einem Hochbeet ein Frühbeet bauen

Die Aussaat von Gemüse gelingt im zeitigen Frühjahr nur im Frühbeet. Wer ein Hochbeet besitzt, kann ein Dach dafür bauen. mehr

Eine Kartoffelpflanze mit Wurzeln und Knollen wird aus der Erde gezogen. © colourbox

Kartoffeln im Hochbeet anbauen

Wer nur wenig Platz hat, kann Kartoffeln im Hochbeet anbauen: Auf einem Quadratmeter lassen sich gute Erträge erzielen. mehr

Dieses Thema im Programm:

Mein Nachmittag | 25.08.2021 | 16:10 Uhr

Mehr Gartentipps

Ein Steckling wird mit einer Schere gekürzt © picture alliance/dpa Themendienst Foto: Caroline Seidel

Aus eins mach zwei: Zimmerpflanzen vermehren

Wenn Zimmerpflanzen ihre besten Jahre hinter sich haben, können viele durch Stecklinge oder Ableger ersetzt werden. mehr

Mit Raureif überzogene Gartenpflanze © imago/Photocase

Gartentipps für Januar

In diesem Monat können Gehölze wie Haselnuss und Holunder beschnitten werden. Im Mittelpunkt stehen aber Zimmerpflanzen. mehr

Frühlingsblumen in einer Kiste und Übertöpfen © fotolia Foto: Jeanette Dietl

Gartenkalender: Tipps von Januar bis Dezember

Jeden Monat gibt es im Garten etwas zu erledigen. Ein Überblick mit den wichtigsten Tipps, nach Monaten sortiert. mehr