Stand: 19.08.2020 13:31 Uhr

Gemüse trotz Trockenheit im Spätsommer säen

Mit einer Gießkanne wird Wasser auf ein Beet gegossen. © NDR Foto: Udo Tanske
Vor dem Pflanzen oder Säen muss das Beet ausgiebig gewässert werden.

In heißen und trockenen Sommern ist der Boden in vielen Gärten extrem ausgetrocknet. Wer im Spätsommer noch Gemüse aussäen oder Jungpflanzen setzen möchte, muss deshalb besonders darauf achten, dass die Erde mit ausreichend Wasser versorgt ist, damit gesunde Pflanzen wachsen.

Vor der Aussaat ausgiebig wässern

Nach längerer Trockenheit empfiehlt es sich, am Abend vor der geplanten Aussaat den Boden ausgiebig zu wässern. In den oberen 20 Zentimetern Erde - mindestens einen Spatenstich tief - sollte die Erde schön feucht sein. Tipp: Am besten die vorbereiteten Saatreihen vor dem Aussäen nochmals ordentlich gießen. Sobald das Saatgut in den Rillen liegt, können diese mit hochwertiger Pflanzerde geschlossen werden. Diese kann das Wasser besser speichern als sandiger Gartenboden. Außerdem gibt sie frisch gekeimten Pflänzchen zusätzlich Energie für ein gesundes Wachstum.

Aussaat bis zum Keimen abdecken

Nach dem Aussäen heißt es dann: regelmäßig gießen. Die Feuchtigkeit muss im Boden bleiben. Nur so können die feinen Wurzeln den Kontakt zur Erde halten und die wichtigen Nährstoffe aufnehmen. Hilfreich ist es, das Beet bis zur Keimung mit Kartoffelsäcken oder einem leichten Gartenvlies abzudecken und mit Steinen zu beschweren, damit die Abdeckung nicht wegfliegt. Die Vorgehensweise hat den großen Vorteil, dass das Saatgut beim Gießen nicht freigespült wird. Die Feuchtigkeit hält sich sehr gut und auch Vögel kommen nicht so einfach an Saatgut oder Jungpflanzen heran. Wichtig ist, dass das Abdeckmaterial wasserdurchlässig ist, Folie ist also nicht geeignet.

Spinat, Salate und Radieschen säen

Für die Herbstaussaat eignen sich beispielsweise Spinat, Radieschen und alle Salate. Spinat beispielsweise braucht ungefähr zehn Tage bis zur Keimung. Spätestens dann muss die Abdeckung wieder entfernt werden, damit die Pflanzen Luft und Licht bekommen.

Auch Gemüsejungpflanzen können ins Beet

Auch vorgezogene Gemüsejungpflanzen können bis in den September hinein noch ins Beet gesetzt werden. Entscheidend für ein gutes Wachstum ist der Standort. Am besten wachsen die Pflänzchen im Schatten größerer Kulturen. Mit alten Kohlblättern kann die Fläche rund um die Jungpflanzen gemulcht werden, das schützt vor übermäßiger Verdunstung. Als Sonnenschutz eignen sich auch ein paar Tannenzweige, die neben die neuen Kulturen in den Boden gesteckt werden.

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