Stand: 26.04.2018 16:38 Uhr  | Archiv

So wird der Gartenteich fit für den Frühling

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Damit es im Sommer in und um den Teich herum grünt und blüht, sind im Frühling einige Arbeiten zu erledigen.

Nicht nur Pflanzen erwachen im Frühling wieder zum Leben, auch im Gartenteich regen sich wieder Fische und andere Wasserbewohner. Zwischen März und Mai endet ihre Ruhephase und sie kommen häufiger an die Wasseroberfläche. Sobald die Wassertemperatur konstant über zehn Grad liegt, darf der Teich gereinigt und bearbeitet werden. Vorher sollte man die Arbeiten nicht beginnen, um die Tiere nicht zu stören.

Teich säubern und Pflanzen zurückschneiden

Die Teichpflege sollte zunächst mit einer Reinigung beginnen. Altes Laub und abgestorbene Pflanzenteile lassen sich mit einem Kescher entfernen. Ablagerungen am Boden können mit einem Schlammsauger beseitigt werden. Durch diese Maßnahmen lässt sich der Nährstoffgehalt des Wassers senken. Das ist wichtig, um eine übermäßige Algenvemehrung zu vermeiden. Alte Pflanzen sollten zurückgeschnitten werden, um ihren Wuchs zu fördern.

Regelmäßig pH- und Karbonathärte-Wert messen

Wichtig ist außerdem, ab dem Frühjahr regelmäßig den pH-Wert des Teichs zu messen - am besten täglich. Er sollte ungefähr zwischen 7 und 8,5 liegen. Damit der pH-Wert stabil bleibt und nicht zu stark schwankt, sollte auch der Karbonathärte-Wert stimmen - er beschreibt die Wasserhärte und lässt sich ebenfalls messen. Messgeräte beziehungsweise Testsets für beide Werte sind im Gartenfachhandel erhältlich.

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Wer sicher gehen will, dass sein Teich ein gesundes Biotop ist, sollte regelmäßig die Wasserwerte überprüfen.

Ein guter Karbonathärte-Wert liegt zwischen 6 und 10 °dH (Grad deutscher Härte). Er sorgt dafür, dass sich Wasserlebewesen wie Wasserflöhe und Rädertierchen gut entwickeln. Diese Tiere ernähren sich von Algen und verhindern so deren unkontrollierte Ausbreitung.

Da durch Schnee und Regen das Teichwasser im Herbst und Winter häufig mit weichem, kalkarmem Wasser verdünnt wird, kann der Karbonathärte-Wert im Frühjahr zu niedrig sein. Liegt der Wert unter 5 °dH, sollte er erhöht werden, um dem Wasser die nötige pH-Stabilität zu geben. Das kann durch die Zugabe von speziellen Mineralstoffen erfolgen, die ebenfalls im Gartenfachhandel erhältlich sind.

Neue Pflanzen setzen

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Der Mai ist der richtige Zeitpunkt, um neue Wasserpflanzen zu setzen.

Je mehr Wasserpflanzen im Teich vorhanden sind, desto weniger Nährstoffe können die Algen für ihr Wachstum nutzen. Der Mai ist der richtige Monat, um neue Pflanzen wie Seerosen, Wasserlilien und Seegras in den Teich zu setzen. Damit sie nicht aufschwimmen und gut anwachsen können, empfiehlt es sich, sie mit Kies zu beschweren. Auch Schwimmpflanzen wie Krebsscheren, Froschbiss oder Wasserlinsen sind empfehlenswert. Sie sind nicht nur dekorativ, sondern verringern ebenfalls das Algenwachstum.

Den Teich sichern

Zur Teichpflege gehört im Frühjahr auch ein Sicherheitscheck. Ungenügend gesicherte Gartenteiche stellen vor allem für Kleinkinder eine große Gefahr dar. Selbst flache Teiche können zur Todesfalle werden - deshalb ist es unerlässlich, sich um ausreichenden Schutz zu kümmern. Hier helfen Baustahlgitter, die direkt unter der Wasseroberfläche verankert werden. Eine andere Möglichkeit ist ein stabiler Drahtzaun. Auch eine dichte Uferbepflanzung mit Rosen oder stacheligen Pflanzen kann Kinder abhalten. Doch grundsätzlich gilt: Auch, wenn der Teich durch Gitter oder Zaun gesichert ist - Kinder sollten niemals unbeaufsichtigt in der Nähe eines Gartenteichs spielen.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Welle Nord | Zur Sache | 25.03.2018 | 18:00 Uhr

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