Podium der Jungen

Osnabrücker Musikpreis

Donnerstag, 16. April 2020, 20:00 bis 22:00 Uhr

Gleich drei Ereignisse gab es Anfang Februar in der OsnabrückHalle zu feiern: Die Verleihung des Osnabrücker Musikpreises an den jungen Franzosen Aurélien Gignoux, das 25-jährige Jubiläum eben dieser talentfördernden Auszeichnung und das 100-jährige Bestehen des Osnabrücker Symphonie Orchesters in dieser Spielzeit. Und so standen unter dem Titel "1919" mit der Ballett-Suite "Der wunderbare Mandarin" des Ungarn Béla Bartók und der Suite aus "Der Dreispitz" des Spaniers Manuel de Falla zwei Werke aus dem Gründungsjahr des Orchesters auf dem Programm.

Aurélien Gignoux spielt Schlagzeugkonzert "Focs d’artifici"

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Der Schlagzeuger Aurélien Gignoux gewinnt 2019 den Osnabrücker Musikpreis.

Im Alter von vier Jahren begann der 1997 in Frankreich geborene Aurélien Gignoux Schlagzeug zu spielen. Mit 15 erhielt er sein High-School-Diplom, seitdem verläuft seine junge Karriere steil nach oben. Sein bisher größter Erfolg: der zweite Preis beim Internationalen Musikwettbewerb der ARD im vergangenen September in München. Dort wurde der junge Franzose auch mit dem Osnabrücker Musikpreis ausgezeichnet. Für das Osnabrücker Jubiläumskonzert hat er sein Münchner Final-Stück mitgebracht, und zwar das Schlagzeugkonzert "Focs d’artifici" des katalanischen Komponisten und Pianisten Ferran Cruixent. Ein Sammelsurium aus mehr als 30 verschiedenen Schlaginstrumenten wird für dieses Werk benötigt: von Tom Toms und Pauken über Becken und Röhrenglocken bis hin zu einer afrikanischen Kalimba. Ungewöhnliche Klänge - das Osnabrücker Publikum war begeistert.

Arash Rokni: Später Karrierestart für Bachpreisträger

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Regelmäßiger Klavierunterricht erst mit 15: Bachpreisträger Arash Rokni

Obwohl er durch seine Eltern früh an die Musik herangeführt wurde, hat sich der in Teheran geborene Pianist Arash Rokni erst verhältnismäßig spät für die professionelle Pianistenkarriere entschieden. Mit sieben Jahren spielte er zunächst auf einem elektrischen Keyboard. Mit zehn kauften ihm seine Eltern sein erstes Klavier. Doch erst im Alter von 15 Jahren erhielt er regelmäßigen Klavierunterricht. Es war der Beginn seiner Pianistenkarriere, denn jetzt fing Arash Rokni so richtig Feuer, wurde Student an der Leipziger Musikhochschule und erhielt erste Wettbewerbspreise. Mittlerweile ist er Preisträger des Internationalen Bach-Wettbewerb Leipzig 2018 und trat auch bereits in der Elbphilharmonie auf.

Das Programm


Osnabrücker Musikpreis

Béla Bartók: Der wunderbare Mandarin, Sinfonische Suite für Orchester op. 19
Ferran Cruixent: "Focs d’artifici" für Perkussion und Orchester
Manuel de Falla: Suite aus "Der Dreispitz"

Aurélien Gignoux, Schlagzeug - Finalist ARD Musikwettbewerb 2019
Osnabrücker Symphonieorchester
Ltg.: Andreas Hotz

Aufzeichnung vom 03. Februar 2020 in der OsnabrückHalle


Talente entdecken

Arash Rokni, Klavier - 2. Preis, Internationaler Bach-Wettbewerb Leipzig 2018
Werke von Johann Sebastian Bach, Jean Baptiste Rameau und Johannes Brahms

Aufzeichnung vom 03. Dezember 2019 im Kleinen Sendesaal des NDR Hannover

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