Starke Stücke

Joseph Haydns Sinfonien 100 und 102

Donnerstag, 24. September 2020, 19:00 bis 20:00 Uhr

Joseph Haydn © picture-alliance / akg Foto:  akg-images
Selbst ein herunterstürzender Kronleuchter konnte eine erfolgreiche Aufführung von Haydns Sinfonie Nr. 102 in B-Dur nicht trüben.

In der Reihe "Starke Stücke" geht es diesmal um zwei späte Sinfonien von Joseph Haydn. Beide gehören zur Gruppe der so genannten "Londoner Sinfonien". Die mit der Nummer 102 in B-Dur gilt als die lauteste und aggressivste Sinfonie, die Haydn hinterlassen hat. Der Morning Chronicle schrieb am 3. Februar 1795: "…In Bezug auf Harmonie, Modulationen, Melodie, Leidenschaft und Effekt ist Haydns Genius gänzlich unerreicht. Der letzte Satz wurde wiederholt: Und trotz einer Unterbrechung durch das plötzliche Herabfallen eines der Kronleuchter wurde er nicht mit weniger Effekt aufgeführt." Wir hören eine Aufnahme mit Herbert Blomstedt am Pult des NDR Elbphilharmonie Orchesters.

Janitscharenmusik à la Haydn

Zu Haydns beliebtesten Sinfonien in England zählte von Beginn an auch die Sinfonie Nr. 100 G-Dur, die in einer Einspielung durch die London Classical Players unter Roger Norrington erklingt. Der Titel "Militärsinfonie" stammt nicht vom Komponisten selbst; Haydn hat ihn aber bei einem Konzert verwendet. Er bezieht sich auf die Verwendung von Pauke, Triangel, Becken und Großer Trommel, die an eine Militärkapelle denken lässt. Dieser Musikstil war als Folge mehrerer Türkenkriege entstanden und vor allem in Wien als Janitscharenmusik beliebt.

Eine Sendung von Philipp Cavert.

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Dach der Elbphilharmonie in Hamburg © picture alliance/Bildagentur-online Foto: Bildagentur-online/Ohde

Starke Stücke

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