Ein klassischer analoger Impfpass steht neben einer Impfdosis und einer Spritze auf einem Tisch. Bild: picture alliance / Geisler-Fotopress | Dwi Anoraganingrum/Geisler-Fotop © picture alliance / Geisler-Fotopress | Dwi Anoraganingrum/Geisler-Fotop Foto: Geisler-Fotopress

Corona in SH: Impfen bis 26.9. täglich ohne Termin möglich

Stand: 15.09.2021 08:56 Uhr

Bis zum 26.9. haben Schleswig-Holsteiner nun täglich die Möglichkeit, sich ohne Termin gegen das Coronavirus impfen zu lassen. Jeden Nachmittag sind die Türen der Impfzentren offen, Montag und Dienstag auch am Vormittag.

Gesundheitsminister Heiner Garg (FDP) appellierte an bislang ungeimpfte Schleswig-Holsteiner, die Möglichkeit einer Impfung ohne Anmeldung in einem der landesweit 28 Impfzentren zu nutzen. Jeweils im Zeitraum von 13.00 bis 17.30 Uhr wird kein Termin benötigt, am Montag und Dienstag gilt das auch am Vormittag - mit Ausnahme des Impfzentrums Lensahn. Interessierte müssen ihren Personalausweis, eine Maske und - wenn vorhanden - ihren Impfpass mitbringen.

Garg: Impfquote könnte besser sein

Die Terminvergabe über das Impfportal des Landes läuft zusätzlich zum terminfreien Impfangebot weiter. Garg sagte, die Impfquote im Land sei schon ganz gut, mit gut 66 Prozent über dem Bundesdurchschnitt, doch sie könnte besser sein. Garg betonte, eine Impfung sei notwendig, um Mitmenschen zu schützen und schnell aus der Pandemie herauszukommen.

Die Impfquote im Norden

Impfaktion in SH im Ländervergleich kleiner

Die bundesweite Impfwoche fällt im Land laut Garg allerdings etwas kleiner aus als in den anderen Bundesländern. Schleswig-Holstein habe in den vergangenen Monaten bereits viel dafür getan, dass sich Menschen impfen lassen. Als Beispiel nannte er die mobilen Impfteams. Es sei in Schleswig-Holstein ein kontinuierlicher Prozess und nicht nur eine Idee zwei Wochen vor der Bundestagswahl, so Garg.

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Schleswig-Holsteiner vergleichsweise "impfmüde"?

Ein Blick nach Dänemark zeigt, dass das Nachbarland schon viel weiter ist: Dort liegt die Impfquote bei 74 Prozent und die Menschen feiern sogar wieder auf großen Konzerten, wie am vergangenen Wochenende in Kopenhagen. Dass die Schleswig-Holsteiner im Gegensatz dazu etwas impfmüder sind, erklärt sich Garg so, dass viele Menschen hier recht glimpflich durch die Pandemie gekommen sind. Daher würde die Notwendigkeit der Impfung hier gar nicht richtig erkannt, so der Minister.

Garg: Verschiedene Gründe sorgten für Verunsicherung

Garg vermutet auch, dass es ebenfalls am schleppendem Start der Impfkampagne und den viele Diskussionen um die Sicherheit der Impfstoffe gelegen haben könnte. Dies hat seiner Meinung nach viele Menschen verunsichert. Aber vor allem glaubt der Gesundheitsminister, dass die Dänen viel mehr Vertrauen in die Empfehlungen der öffentlichen Institutionen haben. Das sei in Dänemark nicht nur beim Impfen der Fall.

Eine Spritze liegt auf einem Impfpass. © Colourbox Foto: Astrid Gast
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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Welle Nord | Nachrichten für Schleswig-Holstein | 15.09.2021 | 09:00 Uhr

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