Eine Polizeikontrolle an einer Autobahn im Kreis Pinneberg. © JOTO Foto: Tobias Johanning

Polizeikontrolle auf A23: Waffenfund und falsche Kennzeichen

Stand: 29.10.2021 14:38 Uhr

Einsatzkräfte der Polizei haben am Donnerstagabend auf der A23 beim Rastplatz Forst Rantzau (Kreis Pinneberg) Autofahrer kontrolliert. Die Beamten fanden unter anderem eine Waffe und falsche Kennzeichen.

Der Schwerpunkt der Kontrollen von Zoll, Autobahn- und Landespolizei lag auf Alkohol-, Medikamenten- und Drogenkonsum. Kurz hinter der Anschlussstelle Pinneberg-Nord wurden Autofahrer, die Richtung Norden unterwegs waren, von der A23 auf den Rastplatz geleitet. Insgesamt mussten 244 Autofahrer ihre Fahrzeugpapiere zeigen. Auch zwei Drogenspürhunde waren im Einsatz. Die Aktion dauerte rund fünf Stunden - von 20 Uhr am Donnerstagabend bis 1 Uhr in der Nacht.

Schreckschusspistole auf dem Beifahrersitz

Ein 38 Jahre alter Autofahrer hatte eine Schreckschusspistole im Wagen. Ihm droht ein Verfahren wegen Verstoßes gegen das Waffengesetz. Bei einem anderen Wagen waren falsche Kennzeichenschilder angebracht. Der 28 Jahre alte Hamburger muss unter anderem mit einem Strafverfahren wegen Urkundenfälschung rechnen.

Autofahrer folgt Rettungswagen, um Stau zu umgehen

Ein 51-Jähriger aus Itzehoe kam auf die Idee, einem Rettungswagen zu folgen, um so Wartezeit in einem Rückstau zu umgehen. Er muss jetzt laut Polizei 240 Euro zahlen und einen Monat seinen Führerschein abgeben. Zum Schwerpunkt Alkohol und Drogen: Bei zwölf Fahrern wurden Ausfallerscheinungen festgestellt - oder aber leicht gerötete Bindehäute und verzögerte Pupillenreaktionen. Bei einem 24 Jahre alten Mann ohne festen Wohnsitz in Deutschland reagierte der Drogentest positiv auf THC. Er muss eine Sicherheitsleistung von 1.200 Euro hinterlegen.

Lkw-Kontrollen auf der A7

Auch an der A7 am Parkplatz Jalmer Moor (Kreis Schleswig-Flensburg) gab es am Abend Kontrollen. Hier gerieten Lastwagen ins Visier der Beamten. Im Einsatz waren Polizisten aus Husum, Schuby und Schleswig - sie kontrollierten 40 Fahrzeuge, vor allem, um die Lenk- und Ruhezeiten zu überprüfen. Jeder vierte Fahrer hatte die Ruhezeiten nicht eingehalten. Drei Fahrer durften nicht weiterfahren. Die Gründe: falsche Ladungssicherung, Überhöhe und Fahren ohne Fahrerlaubnis.

Fahrradkontrollen in Kiel - zahlreiche Verstöße

In Kiel gab es außerdem Fahrradkontrollen. Im Sophienblatt nutzten nach Angaben der Kieler Polizei 44 Radfahrer die falsche Seite. In der Holstenstraße fuhren 33 Radfahrer unerlaubt durch die Fußgängerzone. Alle müssen ein Bußgeld von 15 bis 20 Euro zahlen. Die Polizei weist darauf hin, dass die Verletzungsgefahr bei Radfahrunfällen hoch ist. 2020 wurden bei 553 Unfällen mit Fahrradbeteiligung insgesamt 538 Personen verletzt und zwei Menschen getötet.

Die Kontrollen in Kiel fanden in mehreren Stadtteilen statt. Die Kieler Polizei kündigte an, Radfahrer auch künftig im Blick zu haben. Es gebe immer mehr Radler in der Landeshauptstadt - und gleichzeitig immer mehr Menschen, die sich nicht an die Verkehrsregeln hielten.

 

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Eine Drohnenaufnahme von einer Unfallstelle unter einer Autobahnbrücke. © Hansi Kahts Foto: Hansi Kahts

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Welle Nord | Nachrichten für Schleswig-Holstein | 29.10.2021 | 13:00 Uhr

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