Stand: 14.07.2020 18:05 Uhr

Nächste Stufe der Insolvenz - FSG bereitet sich vor

Werftarbeiter stehen vor dem Stapellauf der Fähre "Gardenia Seaways" auf der Werft der Flensburger Schiffbaugesellschaft. © dpa-Bildfunk Foto: Carsten Rehder/dpa
Die FSG bereitet eine Transfergesellschaft für die knapp 700 Mitarbeiter vor.

Die Geschäftsführung der insolventen Flensburger Schiffbau-Gesellschaft (FSG) hat die Belegschaft auf einer Betriebsversammlung nach eigenen Angaben über die weiteren Schritte in der Insolvenz informiert. Demnach soll das Amtsgericht Flensburg das Verfahren über das Vermögen der FSG voraussichtlich am 1. August eröffnen. Damit könnte das Eigentum der Werft einzeln verkauft werden, die Gläubiger würden aus dem Erlös ausgezahlt.

Verhandlungen mit Pella Sietas laufen noch

Die Werft verhandelt zwar derzeit noch mit den Eigentümern der deutsch-russischen Pella Sietas Gruppe über einen Verkauf der FSG, doch das Ergebnis sei noch nicht absehbar, so die Geschäftsführung. Deshalb bereite die FSG nun eine Transfergesellschaft für die knapp 700 Mitarbeiter vor, heißt es in einer Mitteilung.

Schwierigkeiten weit vor der Corona-Krise

Die FSG hatte im April einen Insolvenzantrag beim Amtsgericht Flensburg gestellt. Die Produktion stand wegen der Corona-Pandemie monatelang still und die Mitarbeiter waren in Kurzarbeit. Doch die Schwierigkeiten hatten weit vor der Corona-Krise begonnen: die Werft arbeitete wohl nicht kostendeckend und wurde im vergangenen Jahr von dem Investor Lars Windhorst übernommen.

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NDR 1 Welle Nord | Nachrichten für Schleswig-Holstein | 14.07.2020 | 16:00 Uhr

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