Stand: 26.04.2018 19:45 Uhr

Windpark-Unfall: Waren Haltebolzen gebrochen?

Ein massiver Schaden an einer Offshore-Windenergieanlage beschäftigt derzeit den Energieversorger EWE. Er betreibt den Windpark "Alpha Ventus" in der Nordsee, 45 Kilometer vor Borkum. Die Gondel einer Anlage dort war Anfang April 90 Meter tief in die Nordsee gestürzt. Seitdem suchen Experten nach der Ursache. Wie NDR 1 Niedersachsen berichtet, gibt es jetzt einen ersten Hinweis auf die mögliche Ursache. Nach Erkenntnissen der Experten könnten die Haltebolzen gebrochen sein. Mit ihnen ist die dreieinhalb Tonnen schwere Gondel-Verkleidung befestigt.

Ein Windrad.

"Alpha Ventus": Was hat zum Absturz geführt?

Hallo Niedersachsen -

Jetzt gibt es einen ersten Hinweis, was zum Absturz der Windräder im Windpark "Alpha Ventus" geführt haben könnte. Möglicherweise sind die Haltebolzen gebrochen. Materialermüdung?

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Liegt die Ursache in der Halterung der Gondel?

Für EWE stellen sich nun viele Fragen: Wie sind die Haltebolzen beschaffen? Wie ist die Konstruktion berechnet worden? Gab es Fehler in der Bauweise oder war es am Ende Korrosion? "Wenn das herausgefunden wurde, dann kann man auch die Antwort geben, wie man das beheben kann", sagte EWE-Chef Stefan Dohler NDR 1 Niedersachsen. Das würde dann bedeuten, dass an allen anderen Anlagen dieser Bauart nachgebessert werden müsste. Davon sind insgesamt 126 Stück in der Nordsee installiert.

Die sechs betroffenen Windkraftanlagen bei "Alpha Ventus" sind derzeit nicht am Netz. EWE beziffert den finanziellen Schaden, der dadurch entsteht, auf etwa 40.000 Euro pro Tag.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Regional Oldenburg | 26.04.2018 | 17:00 Uhr

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