Stand: 27.02.2018 18:04 Uhr

Meyer Werft baut erneut für AIDA

Die Kreuzfahrt-Reederei AIDA Cruises mit Sitz in Rostock verstärkt ihre Flotte: Bei der Papenburger Meyer Werft wird ein weiteres Schiff gebaut. Der Auftragswert beträgt rund eine Milliarde Euro. Das neue Kreuzfahrtschiff soll mit Flüssigerdgas (LNG) betrieben und 2023 in Dienst gestellt werden.

AIDA-Chef: LNG ist der richtige Weg

Das beauftragte Schiff ist bereits das zehnte, das die Meyer Werft für AIDA Cruises baut - und das dritte, das mit LNG betrieben wird. Die Reederei leiste damit "Pionierarbeit" für die weltweite Schifffahrt, sagte AIDA-Chef Felix Eichhorn. LNG sei derzeit der richtige Weg, um den Schadstoffausstoß deutlich zu reduzieren - auch, wenn die entsprechende Infrastruktur in manchen Häfen noch zu wünschen übrig lasse.

Maschinenraummodule von der Neptun Werft

Nach Angaben der Meyer Werft wird der Neubau zu den ersten Kreuzfahrtschiffen gehören, die zu 100 Prozent mit LNG betrieben werden. Von dem Auftrag profitiert auch die Warnemünder Neptun Werft, die seit 1997 zur Meyer Gruppe gehört. Die Rostocker liefern die Maschinenraummodule für die neuen AIDA-Schiffe. Die Neptun Werft hat nach Angaben von Unternehmenssprecher Peter Hackmann derzeit 550 festangestellte Mitarbeiter.

Gut für Meyer: Kreuzfahrt-Markt wächst weiter

Mit Fertigstellung des Neubaus werden insgesamt 15 AIDA-Schiffe auf den Meeren unterwegs sein. Zwei von Meyer gebaute Schwesterschiffe sollen gegen Ende dieses Jahres beziehungsweise 2021 ihren Betrieb aufnehmen. Im Kreuzfahrtmarkt ist laut Eichhorn ein anhaltend starkes Wachstum zu verzeichnen. Der Großteil der Reisen sei ausgebucht. AIDA knackte 2017 erstmals die Marke von einer Million Passagieren. Von diesem Wachstum profitiert auch die Papenburger Werft: Meyers Auftragsbücher sind bereits bis zum Jahr 2023 gut gefüllt.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Aktuell | 27.02.2018 | 14:00 Uhr

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