Stand: 26.04.2019 17:30 Uhr

Inselkonferenz geht ohne Resolution zu Ende

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Vertreter der deutschen Inseln haben nach Antworten auf die Herausforderungen des Klimawandels und des Wohnraummangels gesucht. (Themenbild)

Die erste Deutschen Inselkonferenz ist am Freitag ohne Resolution zu Ende gegangen. Man habe auf die "Deutsche Inselresolution" verzichtet, weil keine einzige Ostseeinsel auf Helgoland (Schleswig-Holstein) dabei gewesen sei, sagte Helgolands Bürgermeister Jörg Singer (parteilos). Zwei Tage lang hatten mehr als 100 Politiker, Tourismusmanager, Immobilien- und Klimaexperten nach Antworten auf die großen Herausforderungen gesucht, vor denen die Inseln stehen: Wie begegnet man dem steigenden Meeresspiegel und den ebenfalls steigenden Wohnraumpreisen? An der Konferenz nahmen auch Vertreter der Ostfriesischen Inseln teil.

Uwe Garrels, Bürgermeister Langeroog.

Langeoog: Sorge um Naturschutz und Wohnraum

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Die Bewohner der Insel Langeoog beschäftigen die Themen Naturschutz, Klimawandel und bezahlbarer Wohnraum. Bürgermeister Uwe Garrels sieht dringenden Handlungsbedarf.

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Bürgermeister will Wohnraum-Problem lösen

Für die niedersächsischen Inseln hatte vor allem das Thema bezahlbarer Wohnraum Priorität. Problematisch ist nach Informationen von NDR 1 Niedersachsen vor allem, dass Saison- und Facharbeiter kaum noch bezahlbaren Wohnraum finden. Es dürften nicht noch mehr Ferienhäuser und Ferienwohnungen entstehen, die sich bei einem Grundstückspreis von 10.000 Euro pro Quadratmeter ein Insulaner nicht mehr leisten könne, so Langeoogs parteiloser Bürgermeister Uwe Garrels. Er hält stattdessen den Bau von kommunal geförderten Mietwohnungen für die bessere Lösung. Hier könnte auch das Land Niedersachsen mit eigenen Flächen helfen, die nicht zum Nationalpark Wattenmeer gehören.

Strandkorb auf Spiekeroog © NDR Foto: Christian Scheper

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Auf Helgoland beraten Vertreter der Nord- und Ostsee-Inseln sowie der Halligen mit Vertretern aus Wirtschaft und Wissenschaft. Im Fokus steht ein nachhaltiges Zukunftskonzept.

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Kritik an Investoren

Kritik übte auch Spiekeroogs Bürgermeister Matthias Piszcan (CDU). Alle Inseln lebten fast nur vom Tourismus. Die Lage im Wattenmeer mache die Inseln einzigartig. "Was nutzt uns aber diese Einzigartigkeit, wenn es weiter so voran geht, dass finanzkräftige Investoren von außerhalb alles an sich reißen und sich letztlich überhaupt nicht um die Inseln und deren Orte kümmern." Er forderte deshalb weitgehende rechtliche Möglichkeiten über das Zweckentfremdungsverbot hinaus.

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Zu viele Wohnungen - etwa auf den Ostfriesischen Inseln - werden an Touristen vermietet. So bleibt wenig bezahlbarer Wohnraum für Anwohner. Das soll sich mit dem Wohnraumschutzgesetz ändern. (27.03.2019) mehr

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Aktuell | 26.04.2019 | 15:00 Uhr

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