Stand: 30.06.2016 16:50 Uhr

Fischkutter "Iuventa" startet zu Rettungsmission

Zur Rettung schiffbrüchiger Flüchtlinge im Mittelmeer ist am Donnerstag das Schiff "Iuventa" aus Emden ausgelaufen. Es ist die erste Mission des früheren Fischtrawlers, der vom Verein "Jugend Rettet" mit Spendenmitteln gekauft worden war. Die Crew besteht aus ehrenamtlichen erfahrenen Seeleuten und jungen freiwilligen Helfern. Von der Mittelmeerinsel Malta aus soll das Schiff zu mehreren Missionen starten. Die Mannschaft wird Flüchtlinge in den Gewässern zwischen Libyen und Italien beobachten und im Notfall eingreifen: Rettungsinseln werden ausgebracht und Schwimmwesten verteilt, bis Hilfe von größeren Schiffen kommt. Doch die "Iuventa" kann auch Flüchtlinge an Bord nehmen. Geplant ist der Einsatz bis November.

2016: 1.375 Flüchtlinge gelten als vermisst oder tot

Momentan kreuzen sieben private Rettungscrews durch das Mittelmeer. Allein die "Sea-Eye" hat eigenen Angaben zufolge seit April mehr als 2.200 Flüchtlinge aus Seenot gerettet, weil diese mit oft überfüllten Schlauchbooten unterwegs waren. Nach Angaben des Flüchtlingshilfswerks der Vereinten Nationen (UNHCR) sind in den ersten fünf Monaten des Jahres mehr als 190.000 Menschen über das Mittelmeer geflohen, davon knapp 156.000 nach Griechenland und 34.000 nach Italien. 1.375 Menschen gelten als vermisst oder tot.

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Aktuell | 30.06.2016 | 12:00 Uhr

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