Stand: 06.02.2019 20:53 Uhr

Namen von Wolfsberatern im Netz veröffentlicht

Schutz oder Abschuss des Wolfes? Wie mit auffälligen Tieren in Niedersachsen umgegangen werden soll, darüber wird heftig diskutiert. Dabei werden die Mittel mancher Beteiligter fragwürdiger. Zuletzt sind in sozialen Netzwerken ehrenamtlich arbeitende Wolfsberater in Nordostniedersachsen denunziert worden. Auf der Facebook-Seite "Wolf Nein Danke" wurden laut NDR 1 Niedersachsen etwa Namen und Berufe von mehreren Wolfsberatern veröffentlicht. Diese hatten in einem offenen Brief an Niedersachsens Umweltminister Olaf Lies (SPD) den geplanten Abschuss eines Wolfes kritisiert.

Wolfsberater, Theo Grüntjes.

Wolfsabschuss: Berater fordern Transparenz

Hallo Niedersachsen -

Dass in Niedersachsen ein Wolf zum Abschuss freigegeben ist, sorgt für Unmut. Theo Grüntjes und 15 weitere Wolfsberater äußern ihre Kritik in einem offenen Brief.

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Unsachliche Kommentare bei Facebook

Wolfsberater Kenny Kenner, der hauptberuflich in der Göhrde im Landkreis Lüchow-Dannenberg ein Hotel betreibt, findet seit der Veröffentlichung des Briefes regelmäßig unsachliche Kommentare und Bilder auf seiner Facebook-Seite. Wolfsgegner posteten laut NDR 1 Niedersachsen beispielsweise blutige Wolfsrisse, aber auch Kommentare. Zum Beispiel dazu, dass es gefährlich sei, durch die Göhrde zu wandern. Das sei geschäftsschädigend, sagt Kenner. Er löscht die Einträge regelmäßig.

Details zu Berufen und Engagement veröffentlicht

Die Administratoren der Facebook-Seite "Wolf Nein Danke" rufen offen dazu auf, Wolfsberater "auszumisten". Auf der Seite wurden persönliche Daten der Berater veröffentlicht, darunter auch Details zu ihren Berufen oder ihrem Engagement. Sie werden als "Vollidioten" bezeichnet, die man zusammen mit Wölfen einsperren sollte. Die Wolfsberater überlegen jetzt, ob und wie sie gegen diese Hasskommentare vorgehen.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Regional Lüneburg | 06.02.2019 | 17:00 Uhr

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