Ein umgekippter Lkw liegt quer auf einer zugeschneiten Autobahn. © TV7NEWS

Schnee in Niedersachsen: Mehrere Unfälle, kaum Verletzte

Stand: 07.02.2021 18:56 Uhr

Der Schneesturm in weiten Teilen Niedersachsens hat am Sonntag zu einigen Unfällen geführt. Dabei blieb es meist bei Blechschäden. Auf der A30 wurde ein Lkw-Fahrer leicht verletzt.

Der 30-Jährige hatte nach Angaben einer Polizeisprecherin in der Nacht zu Sonntag in der Nähe von Schüttorf (Landkreis Grafschaft Bentheim) bei starkem Schneefall die Kontrolle über sein Fahrzeug verloren. Der Lkw kippte um und und blieb quer auf der Strecke liegen. Die A30 war wegen der Bergungsarbeiten über mehrere Stunden gesperrt.

Behinderungen auch auf A1 und A2

Auf der A2 rutschte am Sonntagvormittag zwischen Peine und Braunschweig ein Lastwagen in einen Graben und kippte um. Hier musste zwischenzeitlich eine Fahrspur gesperrt werden. Verletzt wurde niemand. Das Fahrzeug soll erst geborgen werden, wenn sich das Wetter gebessert hat. Auf der A1 musste zeitweise die Abfahrt Osnabrück-Nord gesperrt werden, nachdem sich dort nach Informationen von NDR 1 Niedersachsen ein Lkw quergestellt hatte.

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Blechschäden - und ein Lob der Polizei

Knapp ein Dutzend Unfälle vermeldete die Polizei am Sonntag allein für die Landkreisen Verden und Osterholz. Dabei blieb es aber in allen Fällen bei Blechschäden, teilte ein Sprecher mit. In den Landkreisen Cloppenburg und Vechta sprach die Polizei den Autofahrern ein ausdrückliches Lob aus. Obwohl der Schneefall für Behinderungen im Straßenverkehr gesorgt habe, habe es bis zum Sonntagnachmittag keinen einzigen Verkehrsunfall gegeben, sagte Polizeidirektor Walter Sieveke. "Die Autofahrer haben sich auf das Wetter eingestellt und fuhren vorausschauend und vorsichtig." In Uelzen kam es in der Nacht zum Sonntag laut Polizei auf schneebedeckten Straßen zu mehreren Unfällen. Dort habe der Wind den Schnee teilweise so hoch aufgetürmt, dass kein Auto mehr durchgekommen sei, sagte ein Sprecher.

Rat an Autofahrer

Die Feuerwehr Emsland hatte bereits im Vorfeld des Wintereinbruchs empfohlen, bei nicht vermeidbaren Autofahrten dicke Kleidung und Decken sowie eine Thermoskanne mit einem heißen Getränk mitzunehmen. Sollte man in einer Schneeverwehung hängen bleiben, sei man wenigstens versorgt. Johannes Gust vom Katastrophenschutz beim Arbeiter-Samariter-Bund (ASB) in Osnabrück rät zusätzlich zu Abschleppseil oder -stange, Überbrückungskabel und Schneeschaufel. Zudem verwies er darauf, dass die Rettungsdienste angesichts der erwarteten Verkehrsbedingungen deutlich länger für ihre Anfahrten brauchen könnten.

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Hallo Niedersachsen | 07.02.2021 | 19:30 Uhr

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