Stand: 28.02.2018 09:24 Uhr

KZ-Gedenkstätte: AfD darf nicht in Stiftungsrat

Die AfD im Niedersächsischen Landtag bleibt in Fragen der KZ-Gedenkstätte Bergen-Belsen im Landkreis Celle außen vor. Der Landtag hat am Dienstag mit den Stimmen aller anderen Fraktionen das Gesetz über die Stiftung niedersächsische Gedenkstätten geändert. Die AfD darf nun keinen Vertreter in den Gedenkstätten-Stiftungsrat schicken.

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Das KZ Bergen-Belsen: Rekonstruiert in 3-D

Die Baracken sind zerstört, auf dem Gelände wächst heute frisches Grün. Aber wie sah es 1945 im KZ Bergen-Belsen aus? Das lässt eine 3-D-Fluganimation erahnen, die spanische Experten erstellt haben. Video (03:54 min)

Vertreter werden gewählt

Das Parlament wählt künftig vier Abgeordnete, die den Landtag im Stiftungsrat vertreten. So soll der AfD nicht automatisch ein Sitz zufallen, denn bisher konnte jede Fraktion einen Sitz beanspruchen.

AfD: Vorgehen peinlich

Hintergrund sind Proteste von Opfer-Verbänden. Sie hatten gedroht, ihre Arbeit im Stiftungsrat einzustellen, sollte ein AfD-Politiker mit am Tisch sitzen. Sie hatten befürchtet, dass auf diesem Weg Personen in den Stiftungsrat einziehen, die den Holocaust verharmlosen oder leugnen und antisemitische Meinungen vertreten. Der Leiter der Gedenkstätte Bergen-Belsen, Jens Christian Wagner, begrüßte es, dass die AfD nun außen vor bleibt. Das sei im Sinne der Holocaust-Überlebenden. Die AfD-Fraktion dagegen hielt das Vorgehen der anderen Fraktionen für undemokratisch und peinlich. Es gehe nur darum, die AfD auszugrenzen.

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Aktuell | 28.02.2018 | 08:00 Uhr

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