Stand: 12.06.2019 17:52 Uhr

AfD: Partei-Ausschluss nach Stauffenberg-Aussage

Der frühere niedersächsische Landeschef der Nachwuchsorganisation der Partei Alternative für Deutschland (AfD), Lars Steinke, ist aus der Partei ausgeschlossen worden. Dies teilte die AfD-Fraktion im niedersächsischen Landtag am Mittwoch mit. Steinke war im vergangenen August wegen einer Äußerung über den Hitler-Attentäter Claus Schenk Graf von Stauffenberg in die Kritik geraten. In einem nicht öffentlich einsehbaren Facebook-Eintrag hatte Steinke ihn als Verräter bezeichnet.

Landesvorsitzende begrüßt Entscheidung

Aufgrund des Posts war Steinke bereits als Chef der Jungen Alternative abgesetzt worden. Das Landesschiedsgericht der AfD in Nordrhein-Westfalen kam nun zu der Ansicht, er habe mit seinen Äußerungen zu Stauffenberg "erheblich gegen die Ordnung der Partei verstoßen und der Partei dadurch einen schweren Schaden zugefügt". Der Fall wurde im Nachbarbundesland verhandelt, weil sich zuvor ein Mitglied des niedersächsischen Landesschiedsgerichts für befangen erklärt hatte. Die AfD-Landesvorsitzende und Fraktionschefin Dana Guth sagte, sie sei froh über dieses Urteil: "Rechtsextreme Gesinnungen und verschrobene, entschuldigende Ansichten zum Nationalsozialismus haben in der AfD keinen Platz."

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Aktuell | 13.06.2019 | 06:00 Uhr

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