Stand: 17.01.2020 07:30 Uhr  - NDR 1 Radio MV

Tarifverhandlungen im ÖPNV gehen weiter

Einen Tag nach dem Warnstreik im öffentlichen Nahverkehr werden heute in Schwerin die Tarifverhandlungen fortgesetzt. Die Gewerkschaft ver.di fordert für die rund 1.500 Beschäftigten gut zwei Euro mehr pro Stunde. Neben der Erhöhung der Löhne und Gehälter verlangt die Gewerkschaft außerdem eine Einmalzahlung von 100 Euro. Damit soll der Abstand zu den Einkommen der Beschäftigten in anderen Bundesländern verringert werden. Der Kommunale Arbeitgeberverband wies die Forderungen als wirtschaftlich nicht tragbar zurück. Würden sie erfüllt, wären Fahrpreiserhöhungen, Angebotseinschränkungen und Restrukturierungsmaßnahmen die Folge. Bisher haben die Arbeitgeber eine Einmalzahlung von 700 Euro für das Jahr 2020 angeboten.

Warnstreiks im öffentlichen Nahverkehr

Nordmagazin -

Im Großteil des Landes haben am frühen Morgen die Bus- und Straßenbahnfahrer gestreikt. Sie fordern zwei Euro mehr Stundenlohn sowie 100 Euro im Monat mehr.

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10.000 Fahrgäste von Streik betroffen

In weiten Teilen Mecklenburg-Vorpommerns hatten am Donnerstag die Beschäftigten im Bus- und Straßenbahnverkehr mit einem Warnstreik in den Morgenstunden auf ihre Lohnforderungen aufmerksam gemacht. Vielerorts blieben ihre Fahrzeuge bis zehn Uhr im Depot. Betroffen war auch der Schülerverkehr. In Westmecklenburg kamen viele Schüler nicht zur Schule. Hier betraf der Streik die Nahverkehrsunternehmen der Landkreise. In Schwerin rollte der Nahverkehr planmäßig, so wie auch weiter östlich im Land in Neubrandenburg, Neustrelitz oder Anklam.

Viele Fahrgemeinschaften

In Rostock wurden Straßenbahn und Buslinien bestreikt. Offenbar hatten sich zahlreiche Pendler darauf eingestellt und sich zu Fahrgemeinschaften zusammengeschlossen. Rund um die Hansestadt gab es lange Staus. Wer sich vorsorglich ein Taxi gerufen hatte, kam nicht unbedingt pünktlich an. Auch in Friedland, Waren und Röbel waren unter anderem Busfahrer dem Streikaufruf gefolgt. Mit dem Warnstreik wollte die Gewerkschaft ver.di eine bessere Bezahlung für die Mitarbeiter der Nahverkehrunternehmen erreichen - unter anderem gut zwei Euro mehr pro Stunde sollen die kommunalen Arbeitgeber zahlen. Die lehnen diese Forderung bislang ab, weil sie wirtschaftlich nicht tragbar seien. Gewerkschaften und Arbeitgeber wollen sich am Freitag wieder an einen Tisch setzen, um über die Lohnforderungen im öffentlichen Nahverkehr zu sprechen.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | Die Nachrichten | 17.01.2020 | 07:30 Uhr

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