Seniorin händigt Betrügern 300.000 Euro aus

Stand: 29.01.2021 06:47 Uhr

Eine Seniorin in Graal-Müritz hat unbekannten Betrügern 300.000 Euro in bar übergeben. Sie hatten behauptet, ihr Sohn habe einen schweren Unfall gehabt.

Nach Angaben der Polizei rief ein Mann am Mittwoch die 86-Jährige an und behauptete, ihr Sohn zu sein. Er habe einen Unfall gehabt und sei in Geldnöten, darum brauche er ihre Hilfe. Da er selbst nicht zu ihr kommen könne, so der vermeintliche Sohn, würde er einen befreundeten Rechtsanwalt vorbeischicken, um das Geld abzuholen. In der Annahme, es sei der Anwalt ihres Sohnes, händigte die Dame dem ihr unbekannten Mann insgesamt rund 300.000 Euro aus. Offenbar hatte sie das Geld bei sich zu Hause und musste es nicht vorher bei ihrer Bank abheben.

40 Anzeigen an einem Tag

Am Donnerstag verzeichneten die Polizeireviere im westlichen Teil Mecklenburg-Vorpommerns knapp 40 Anzeigen wegen versuchten oder auch erfolgreichen Telefon-Trickbetrugs. Ein Mann in Ludwigslust gab am Telefon die Geheimzahl für sein Bankkonto preis und verlor so 30.000 Euro. In der Regel gaben sich die unbekannten Täter gegenüber älteren Personen als Verwandte aus, die in Geldnöten seien. In manchen Fällen hingegen gaben die Täter sich als Polizisten aus, die das Geld der Senioren angeblich in Sicherheit bringen wollten.

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Polizei: "Geben Sie kein Geld heraus"

Die Polizei warnte erneut eindringlich vor der Herausgabe von Bargeld oder anderen Wertgegenständen an unbekannte Personen. Außerdem erfragt die Polizei telefonisch keine Kontodaten oder Informationen zu im Haus befindlichen Wertsachen oder Bargeldbeständen. Wer einen solchen Anruf bekommt, sollte das Gespräch beenden und sich im Zweifel an das nächste Polizeirevier, den Polizeinotruf unter 110 oder die Internetwache unter www.polizei.mvnet.de wenden.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | 29.01.2021 | 06:00 Uhr

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