Zwei Polizisten überwachen das Einreiseverbot für Touristen in Mecklenburg-Vorpommern.

Seenplatte grenzt Bewegungsfreiheit auf 15 Kilometer ein

Stand: 11.01.2021 06:30 Uhr

Der Landkreis Mecklenburgische Seenplatte erlaubt seinen Einwohnern nur noch einen Bewegungsradius von 15 Kilometern. Die nächtliche Ausgangssperre wird leicht verkürzt.

Die Bewohner des Landkreises Mecklenburgische Seenplatte dürfen sich von Montag an ohne triftigen Grund nur noch 15 Kilometer von ihrem Hauptwohnsitz entfernen. Das hat der Landrat am Sonntag in einer Verfügung festgelegt. Der Landkreis hatte in der vergangenen Woche zum ersten Mal den Corona-Inzidenzwert von 200 überschritten und gilt deshalb als Hochrisikogebiet. Am Sonntag stieg der Wert auf 261,6. Die Einschränkung des Bewegungsradius soll helfen, die Pandemie zu bekämpfen.

Regelungen Sonntagabend präzisiert

Der Landkreis hat seine Festlegungen zum Einreiseverbot für Besitzer von Zweitwohnungen und die Kernfamilien am Sonntagabend in einer Allgemeinverfügung präzisiert. Demnach dürfen Besitzer von Zweitwohnungen nun nur noch bis 21. Januar an die Seenplatte kommen. Dann ist es wegen der hohen Infektionszahlen vorerst untersagt. Lockerungen gibt es für Mitglieder der Kernfamilien - also Ehegatten, Lebenspartner, Kinder, Eltern, Geschwister, Enkel, Urenkel, Großeltern und Urgroßeltern. Sie dürften ihre Familienmitglieder an der Seenplatte besuchen. Von der 15-Kilometer-Regelung ausgenommen ist, wer zur Arbeit, zum Arzt oder anderer medizinischer Versorgung fährt. Auch zum Einkauf von "Waren des täglichen Bedarfs" gilt diese Ausnahmeregelung.

Nächtliche Ausgangssperre ab 21 Uhr

Etwas verkürzt wird von Montag an die nächtliche Ausgangssperre. Sie beginnt nun um 21 Uhr und endet um 6 Uhr am nächsten Morgen. Auch hier sind Ausnahmen erlaubt, wenn triftige Gründe vorliegen. Dazu gehören unter anderem Lebensmittel-Einkäufe, der Weg zur Schule oder zur Arbeit. Menschen aus anderen Landkreisen Mecklenburg-Vorpommerns und aus anderen Bundesländern dürfen das Gebiet des Landkreises Mecklenburgische Seenplatte zu touristischen Zwecken oder zum Einkaufen nicht mehr betreten.

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Kreis schließt die Kitas

Nach Angaben von Sozialministerin Stefanie Drese (SPD) werden im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte die Kitas ab Mittwoch, den 13. Januar, geschlossen. Bis zum 7. Februar wird nur noch eine Notfallbetreuung angeboten. Die Notbetreuung stehe nur Kindern zur Verfügung, bei denen mindestens ein Elternteil in einem Bereich der kritischen Infrastruktur tätig ist und eine private Kinderbetreuung nicht anderweitig verantwortungsvoll organisiert werden kann. In den Ausnahmefällen müssen Eltern ihre Kinder vorher in der Kita anmelden. Ein entsprechendes Formular können sie über die Homepage des Sozialministeriums oder der Kita erhalten.

Nur Notbetreuung an den Grundschulen

Auch die Schulen bleiben geschlossen. Das gilt auch für die Grundschulen, an denen aber eine Notbetreuung angeboten wird für Kinder, deren Mutter oder Vater in einem "systemrelevanten" Bereich arbeiten. Offen sind die Schulen allerdings unter anderem für Schüler der Abschlussklassen 10 und 12 sowie alle Abschlussklassen der Berufsschulen.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | Die Nachrichten | 11.01.2021 | 05:30 Uhr

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