Rheinhold und Mahla Wismar. © Christoph Woest Foto: Christoph Woest

Schiffsausrüster vor Übernahme durch chinesischen Konzern

Stand: 13.10.2020 11:10 Uhr

Die Kreuzfahrtbranche ist in der Corona-Pandemie mächtig angeschlagen. Jetzt will ein chinesisches Unternehmen einen großen Schiffsausrüster mit Standorten auch in Mecklenburg-Vorpommern übernehmen.

Ein chinesischer Konzern verhandelt mit dem Werftzulieferer Rheinhold & Mahla über eine Übernahme. Das weltweit tätige Unternehmen hat auch Niederlassungen in Rostock und Wismar. Ein Verkauf soll für die derzeit rund 80 Beschäftigten in Mecklenburg-Vorpommern keine grundsätzlichen Veränderungen bringen, sagte der Hauptgeschäftsführer von Rheinhold & Mahla, Thomas Töpfer.

Ein Fünftel der Produktion für MV-Werften

In Wismar arbeiten 54, und am Standort Rostock 27 Mitarbeiter am Innenausbau von Schiffen. Unter anderem baut R&M an den beiden Standorten Schiffsmöbel für den deutschen und den europäischen Markt. Laut Geschäftsführung sind auch die MV-Werften ein wichtiger Kunde - rund ein Fünftel seiner Aufträge bekommt der Schiffsausrüster von hier.

Gespräche schon vor Pandemie aufgenommen

Potentieller Käufer ist die CSSC, die staatliche China State Shipbuilding Corporation. Die Übernahmegespräche haben bereits vor der Corona-Krise begonnen. Rheinhold & Mahla besteht seit mehr als 130 Jahren. Die Firma hat ihren Hauptsitz in Hamburg und beschäftigt weltweit über 500 Mitarbeiter - unter anderem auch in China, Indien und in Skandinavien.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | 13.10.2020 | 11:00 Uhr

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