Stand: 17.07.2019 18:51 Uhr

Rostock plant Campus für Unterwassertechnologien

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Die Forschungsplattform im Riff vor Nienhagen ist weithin sichtbar. (Archivbild)

In Rostock soll ein hochmoderner Forschungscampus für Unterwassertechnologien entstehen. Im Rahmen der Hanse Sail soll am 9. August der offizielle Startschuss für den "Ocean Technology Campus" (OTC) fallen. Dabei soll auch der Zeitplan für das Vorhaben vorgestellt werden. Das sagte der Chef des Rostocker Fraunhofer-Instituts für Graphische Datenverarbeitung (IGD), Uwe von Lukas, am Mittwoch bei einem Informationsbesuch des Koordinators der Bundesregierung für die maritime Wirtschaft, Norbert Brackmann (CDU). Etwa 60 Millionen Euro stellen das Land Mecklenburg-Vorpommern, der Bund und die Fraunhofer-Gesellschaft für den OTC bereit.

Ein animiertes Bild zeigt das Operations Center des Ocean Technology Campus

Rostock plant Ocean Technology Campus

Nordmagazin -

In Rostock entsteht der größte Forschungscampus für Unterwassertechnologien. Rund 60 Millionen Euro stellen Land, Bund und Fraunhofergesellschaft dafür zur Verfügung.

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Forschung im ehemaligen Fischereihafen

Das Leuchtturmprojekt des Rostocker Fraunhofer-Instituts für Graphische Datenverarbeitung (IGD) soll auf dem Gelände des Fracht- und Fischereihafens in Marienehe entstehen. Von dort aus sollen Tauchroboter, autonome Unterwasserdrohnen sowie Steuerungs- und Bilderkennungssysteme getestet und weiterentwickelt werden.

Neben dem Neubau des Instituts sind in Rostock-Marienehe auch Wellenbecken, Werkstätten und Labore geplant. Das Fraunhofer-Institut will zusätzlich das künstliche Riff im Fischereischutzgebiet in der Ostsee vor Nienhagen für seine Forschung nutzen. Das meerseitige Testareal in der Ostsee ist etwa 100 Hektar groß.

Meere nutzen und ökologisch entlasten

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Für Wissenschaftsministerin Bettina Martin (SPD) besitzt Mecklenburg-Vorpommern mit der Einheit aus land- und wasserseitiger Forschungsinfrastruktur ein Alleinstellungsmerkmal in der maritimen Forschung in Deutschland. Ein Pluspunkt, der sich künftig auch in der Qualität der Forschungsergebnisse ausdrücken soll, so Martin.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | 17.07.2019 | 08:00 Uhr

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