Rostock: Bürgerschaft entscheidet sich für die BUGA 2025

Stand: 21.10.2020 23:01 Uhr

Die Bundesgartenschau kann in fünf Jahren in Rostock stattfinden. Nach dem Beschluss der Bürgerschaft können nun die Planungen für die BUGA 2025 weitergehen.

Die Bürgerschaft der Hansestadt Rostock hat sich für die Ausrichtung der Bundesgartenschau 2025 (BUGA) entschieden. Sie stimmte am Mittwochabend mit großer Mehrheit für einen Leitantrag zu den BUGA-Bausteinen. Um 22.43 Uhr stellte Bürgerschaftspräsidentin Regine Lück das Ergebnis fest: 31 Ja-Stimmen, 14 Nein-Stimmen, drei Enthaltungen. Oberbürgermeister Claus Ruhe Madsen (parteilos) hatte in der Debatte vor der Entscheidung für die BUGA als einmaligen "Turbo" für die Stadtentwicklung geworben. Auch wenn vielleicht bis zur BUGA nicht alle geplanten Bausteine fertig sein würden - Bund und Land würden die Stadt mit viel Geld unterstützen. "Dieses Geschenk sollten wir annehmen", so der Oberbürgermeister. In der Stadt würde durch die Investitionen viel an nachhaltiger Infrastruktur entstehen. Für das Projekt hatten sich vorab auch Stadtverordnete von CDU/UFR, den Grünen, der FDP und des Rostocker Bundes ausgesprochen.

Rostocks Oberbürgermeister Claus Ruhe Madsen reißt die Arme hoch.

AUDIO: Podcast Dorf-Stadt-Kreis: Rostock und die BUGA. Jetzt geht’s los, Herr Madsen? (39 Min)

Ablehnung von der Linken

In der SPD gab es offenbar sowohl Befürworter wie Gegner der BUGA. Für die Fraktion Die Linke lehnte Eva-Maria Kröger die BUGA ab. Sie sei keine Antwort auf Zukunftsfragen Rostocks. Das seien vielmehr Bildung, Nahverkehr und eine gleichwertige Entwicklung aller Stadtteile. Viel Geld für BUGA-Projekte vor allem im Stadtzentrum zu verbauen, sei kein Zukunftsprojekt, sagte Kröger.

Dreistelliger Millionenbetrag von Land und Bund

Bei der BUGA geht es um Investitionen von rund 142 Millionen Euro, unter anderem für eine Fußgänger- und Fahrradbrücke über die Warnow, einen Stadtpark auf einer alten Mülldeponie auf der östlichen Warnowseite und ein neues Wohnquartier. Den Großteil der Kosten, rund 101 Millionen Euro, würden Bund und Land übernehmen.

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Eine Grafik zeigt einen Entwurf des Stadthafens in Rostock zur Bundesgartenschau BUGA 2025 mit einem neuen Landesmuseum (links), einer Fußgängerbrücke über die Warnow und einer Markthalle (rechts). © Hanse- und Universitätsstadt Rostock

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | 22.10.2020 | 05:00 Uhr

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