Stand: 24.03.2020 05:49 Uhr

Milliarden-Schutzfonds für die Wirtschaft in MV

Euro-Scheine © dpa Foto: Michael Rosenfeld
Das Land Mecklenburg-Vorpommern habe Rücklagen für Notfälle wie diesen gebildet, so Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD).

Um den Unternehmen in Mecklenburg-Vorpommern durch die Corona-Krise zu helfen, legt die Landesregierung einen Schutzfonds im Umfang von 1,1 Milliarden Euro auf. Das Kabinett verständigte sich am Dienstag darauf, 700 Millionen Euro für Darlehen und Zuschüsse bereitzustellen. Um 400 Millionen Euro soll der Bürgschaftsrahmen für Bankkredite erweitert werden. Mit den Landeshilfen solle insbesondere Klein- und Kleinstfirmen schnell unter die Arme gegriffen werden, sagte Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD). Die Finanzierung der umfangreichen Hilfen soll durch einen Nachtragshaushalt beschlossen werden.

Soforthilfe kann ab sofort beantragt werden

Für den Schutzfonds werde die Schuldenbremse ausgesetzt, sagte Schwesig weiter. Um dieses Hilfspaket zu finanzieren, werde vom Land ein Kredit aufgenommen. Ab heute kann die Soforthilfe beim Landesförderinstitut Mecklenburg-Vorpommern beantragt werden - Unternehmen mit 1-5 Arbeitnehmer: 9.000 Euro, 6-10 Arbeitnehmer: 15.000 Euro, 11-24 Arbeitnehmer: 25.000 Euro und Unternehmen mit 25-49 Mitarbeiter: 40.000 Euro. Das Geld sei vorhanden, denn das Land habe Rücklagen für Notfälle wie diesen gebildet, erklärte die Ministerpräsidentin.

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Hotline des Landwirtschaftsministerium:
(0385) 588 - 6599
Mo. - Fr. 8 bis 17 Uhr

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(0395) 57087 - 5330

Landkreis Vorpommern-Greifswald:
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Mo. - Fr. 8 - 20 Uhr, Sa. + So. 9 - 12 Uhr

Landkreis Vorpommern-Rügen:
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Landkreis Nordwestmecklenburg:
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Mo. bis Do. 9 - 12 Uhr / 13 - 17 Uhr sowie Fr. 9 - 12 Uhr

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Mo. bis Do. 8 - 16 Uhr sowie Fr. 8 - 12 Uhr

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(03843) 7556 - 9999
Von 7 bis 22 Uhr geschaltet

Landkreis Ludwigslust-Parchim:
(03871) 722 - 8800
Mo. bis Do. 8 -12 Uhr/13 - 16 Uhr sowie Fr. 8 - 13 Uhr, Sa. und So. 9 - 16 Uhr

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | 23.03.2020 | 05:30 Uhr

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