Stand: 08.07.2019 15:56 Uhr

Katastrophenalarm im Waldbrandgebiet aufgehoben

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Nach Angaben von Landrat Sternberg wird die Nachsorge auf dem munitionsbelasteten Gelände noch Monate dauern.

Der Landrat des Kreises Ludwigslust-Parchim, Stefan Sternberg (SPD) hat den Katastrophenalarm im Waldbrandgebiet bei Lübtheen aufgehoben. Seinen Angaben zufolge ist der Einsatz damit offiziell beendet. Die Feuerwehren der Bundeswehr sowie der Sichtungshubschrauber sind den Angaben zufolge bereits abgerückt. Auch die technische Einsatzleitung habe sich bereits aufgelöst. Das Gelände wurde am Montagnachmittag wieder an den Bundesforst übergeben, der Eigentümer des Geländes ist.

Landrat rechnet mit monatelanger Nachsorge

Der Brand konnte mittlerweile endgültig unter Kontrolle gebracht und auf etwa 500 Hektar eingedämmt werden. Etwa 30 Meter breite Schneisen um den Brandherd verhindern eine weitere Ausbreitung. Brandwachen werden nach Angaben von Sternberg noch bis zu sechs Wochen in dem Gebiet bleiben. Die Nachsorge auf dem riesigen und munitionsbelasteten Gelände könne aber noch Monate dauern.

Lübtheen: Aufatmen nach dem Brand

Innenminister fordert Task Force zur Brandbekämpfung

Mecklenburg-Vorpommerns Innenminister Lorenz Caffier (CDU) erneuerte am Sonntag seine Forderung nach Hilfe vom Bund: Zur Brandbekämpfung von mit Munition belasteten Flächen solle es eine bundesweite Einsatzgruppe geben. Sie könnte nach dem Vorbild der bereits erfolgreich aufgebauten Medical Task Force an den Katastrophenschutzeinheiten angebunden werden, teilte das Innenministerium in Schwerin am Sonntag mit. Eine interministerielle Gruppe soll dann die örtlichen Feuerwehr- und Katastrophenschutzeinheiten bei der Brandbekämpfung unterstützen. Am Mittwoch will sich Caffier mit Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) in Lübtheen treffen. Sie wollen sich ein Bild vom Ausmaß der verheerendsten Brandkatastrophe in der Geschichte des Landes zu machen.

Verdächtiger wieder frei

Unterdessen hat die Polizei in dem Sperrbereich einen Mann vorübergehend festgenommen. Die Ermittler hatten vermutet, dass der 38-Jährige für den Waldbrand verantwortlich sein könnte. Bei einer ersten Durchsuchung fand die Polizei Schwarzpulver bei dem Verdächtigen. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft Schwerin hat der Mann aber nichts mit dem Waldbrand zu tun. Gegen Auflagen ist er wieder auf freiem Fuß. Die Polizei ermittelt seit Tagen wegen des Verdachts der vorsätzlichen Brandstiftung.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | Die Nachrichten | 08.07.2019 | 16:00 Uhr

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