Stand: 26.03.2020 06:09 Uhr  - NDR 1 Radio MV

Coronakrise MV: Mediziner vorsichtig optimistisch

Die Universitätsmedizin Rostock hat in einer Pressekonferenz über die aktuelle Lage in der Coronakrise und den Stand in den Kliniken im Land informiert. Demnach sind die Neuinfektionen in Mecklenburg-Vorpommern in dieser Woche nicht ganz so hoch wie noch vergangene Woche. Covid-19-Experte Professor Emil Reisinger sagte, "wenn die Zahlen so bleiben, sehen wir vorsichtig optimistisch in die Zukunft. Die Maßnahmen scheinen zu greifen."

Doppelt so viele Betten für Intensivpatienten

Professor Christian Schmidt von der Universitätsmedizin Rostock sagte, man werde den klassischen Betrieb des Krankenhauses weiter herunterfahren. Ambulanzen würden auf ein Mindestmaß zurückgefahren und Personal für die Intensivmedizin abgezogen. Die Grundversorgung bleibe aber bestehen, jeder Notfall werde versorgt. Schmidt sagte weiter, man habe den gesamten Apparat der Universitätsmedizin um etwa 30 Prozent heruntergefahren. Die Kapazitäten für Intensivpatienten würden nahezu verdoppelt, auf insgesamt 102 Betten. In der Pressekonferenz hieß es weiter, die Materialversorgung sei stabil, Mitarbeiter des Klinikums würden unter anderem selbst Desinfektionsmittel herstellen.

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Corona: Pressekonferenz der Unimedizin Rostock

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In einer Pressekonferenz hat die Unimedizin Rostock über die aktuelle Lage in der Coronakrise informiert. Angesichts der Zahlen von Neuinfektionen in MV zeigen sich Ärzte vorsichtig optimistisch. Video (34:24 min)

Rostock: Versorgungszentrum des Landes

Die Universitätsmedinzin in Rostock hat nach eigenen Angaben den Auftrag vom Bund, als medizinisches Versorgungszentrum im Land zu fungieren. Im Ernstfall würde demnach in Rostock koordiniert, wie Beatmungsgeräte, Medizintechnik und Medikamente auf die verschiedenen Kliniken verteilt werden.

Seit Dienstag 26 neue Infektionen in MV

Nach Informationen des Landesamtes für Gesundheit und Soziales (LAGuS) wurden seit Dienstag 26 neue Corona-Infektionen aus den Landkreisen und kreisfreien Städten in Mecklenburg-Vorpommern gemeldet. Damit wurden bislang insgesamt 245 Menschen im Nordosten positiv auf das Virus getestet. 15 Patientinnen und Patienten müssen aktuell im Krankenhaus behandelt werden, drei von ihnen liegen auf einer Intensivstation. Laut LAGuS wurden bisher ingesamt rund 11.000 Corona-Tests in den zuständigen Laboren analysiert.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | Die Nachrichten | 25.03.2020 | 11:30 Uhr

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