Stand: 26.03.2020 14:37 Uhr  - NDR 1 Radio MV

MV nimmt italienische Corona-Intensivpatienten auf

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Für Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) ist es eine Frage der Solidarität, den italienischen Patienten zu helfen.

Mecklenburg-Vorpommern wird sechs Intensivpatienten aus Italien zur Behandlung aufnehmen. Das Land komme damit einer Bitte der Deutschen Botschaft in Italien und von Bundespräsident Steinmeier nach, so Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) nach einer Telefonkonferenz des Kabinetts. Italien ist das von der Corona-Pandemie am schwersten betroffene Land. Die Patienten sollen in den Unikliniken in Rostock und Greifswald und bei Helios in Schwerin behandelt werden, möglicherweise werde die Behandlung auch an einem Standort zusammengefasst. Schwesig sagte zudem, es sei eine Frage der Solidarität jetzt zu helfen. Außerdem könnten sich Mediziner besser auf mögliche Fälle im Land vorbereiten, wenn sie im Umgang mit Schwerkranken Erfahrungen gesammelt hätten.

Keine Entwarnung für Mecklenburg-Vorpommern

Die Ministerpräsidentin gibt in der Corona-Krise noch keine Entwarnung. Jegliche Debatte über eine Lockerung der Maßnahmen käme zu früh. Das Ziel sei, die Kontakte weiter zu reduzieren, um eine Ausbreitung des Coronavirus zu verlangsamen. Es gelte die Verabredung mit der Bundesregierung, nach Ostern über die Wirkung der Maßnahmen zu sprechen. Die Staatskanzlei stellte auch klar, dass bei Familienbesuchen aus anderen Bundesländern vor allem die sogenannte Kernfamilie gemeint sei - also Kinder, Eltern und Großeltern. Nur diese könnten sich gegenseitig besuchen, sollten das aber auf ein Minimum beschränken.

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In den 13 Corona-Testzentren in Mecklenburg-Vorpommern werde künftig auch am Wochenende getestet, sagte Schwesig. Rund 11.500 Tests seien bisher durchgeführt worden - 244 gemeldete Fälle sind im Land derzeit gemeldet.

 

 

 

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | 26.03.2020 | 15:00 Uhr

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