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Keine Macht dem Volk? - Iran vor der Präsidentschaftswahl

Donnerstag, 17. Juni 2021, 20:33 bis 20:50 Uhr, NDR Info

Hassan Ruhani, Präsident des Irans, sitzt an einem Tisch bei einem Treffen mit Regierungsvertetern im Nordosten des Landes. © dpa picture alliance

Ein Feature von Karin Senz, ARD-Studio Istanbul

Präsidentschaftskandidat Ebrahim Raisi nach einer TV-Debatte. © dpa picture alliance Foto: Young Journalists Club Morteza Fakhri Nezhad
Ebrahim Raisi ist bislang Justizchef im Iran.

Am 18. Juni wird im Iran ein neuer Präsident gewählt. Seit dem Atomstreit und den vor drei Jahren verhängten Sanktionen steckt der ölreiche Iran in einer akuten Wirtschaftskrise. Präsident Hassan Ruhani aus dem moderat-konservativen Lager darf nach zwei Amtszeiten nicht mehr antreten. Der Wächterrat hat aus knapp 600 Bewerbungen sieben Kandidaten bestimmt - darunter ein Kleriker, ein General, drei Hardliner und zwei Reformer. Zwei von ihnen haben unmittelbar vor der Wahl ihre Kandidatur zurückgezogen.

Die größten Chancen werden dem erzkonservativen Justizchef Ebrahim Raisi zugeschrieben, der auch Unterstützung von den Hardlinern bekommen dürfte. Die Favoriten der Moderat-Konservativen ließ der Wächterrat zur Wahl nicht zu. Beobachter gehen von einer niedrigen Wahlbeteiligung aus. Kritiker sagen, die Iraner hätten nicht wirklich eine Wahl.

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