Stand: 21.10.2019 17:08 Uhr

Studie: Viele Azubis später ohne Abschluss

Für Deutschland gibt es erstmals genaue Zahlen darüber, wie viele junge Menschen tatsächlich dauerhaft in ihrer Berufsausbildung scheitern. Hamburg liegt dabei im Vergleich zu anderen Großstädten im Mittelfeld, wie eine Langzeitstudie im Auftrag der Bundesagentur für Arbeit ergab.

Handwerksbetriebe suchen nach Auszubildenden.

Ausbildungen: Abbrecherquote bei 30 Prozent

Hamburg Journal -

Ob im Einzelhandel, im Gesundheitsbereich, der Gastronomie oder im Handwerk: In Hamburg liegt die Vertragslösungsquote bei Ausbildungen bei 30 Prozent. Die Gründe sind vielfältig.

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Mehr als sieben Prozent scheitern

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Die Forscher nahmen sich Daten von jungen Menschen vor, die 2005 ihre Ausbildung begonnen haben. (Symbolfoto)

Die Forscher vom Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung haben jahrelang eine riesige Datenmenge ausgewertet - allein in Hamburg waren es die beruflichen Lebensläufe von mehr als 10.000 Auszubildenden, die im Jahr 2005 mit ihrer Ausbildung begonnen haben. Ergebnis: 7,4 Prozent - also rund 760 junge Hamburgerinnen und Hamburger - hatten auch nach acht Jahre immer noch keine abgeschlossene Berufsausbildung. Höher ist diese Quote beispielsweise in Berlin, Dortmund und Köln, niedriger ist sie Bremen, Hannover und München. Diese Zahl ist deshalb wichtig, weil gerade Menschen ohne abgeschlossene Ausbildung schlechte Berufsaussichten haben.

30 Prozent wechseln oder brechen ab

Zwei Drittel von ihnen haben ihre Ausbildung im ersten Anlauf geschafft, ohne den Betrieb zu wechseln. Der Anteil von Lehrlingen die ihren Betrieb wechseln oder gleich ganz die Ausbildung abbrechen, liegt in Hamburg bei 30 Prozent. Deutschlandweit sind es im Schnitt 26 Prozent.

"Das A und O bleibt deshalb die Berufsorientierung besonders an den Schulen", sagte Sönke Fock, der Chef der Hamburger Arbeitsagentur.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 21.10.2019 | 17:00 Uhr

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