Sommerinterview: Thering sieht Streit in Hamburger CDU beigelegt

Stand: 07.09.2022 06:28 Uhr

Hamburgs CDU-Fraktionschef sieht den innerparteilichen Streit um ehemalige AfD-Anhänger beigelegt. Dennis Thering sagte im Sommerinterview von NDR 90,3 und dem Hamburg Journal, die CDU habe ein neues Verfahren entwickelt.

Entbrannt hatte sich der Streit am CDU-Eintritt von Jörn Kruse, dem ehemaligen AfD-Fraktionschef. Dennis Thering wollte das nicht - wie auch der CDU-Kreis Altona - mit dem Argument, man dürfe frühere antidemokratische Kräfte nicht aufnehmen. Doch CDU-Landeschef Christoph Ploß nahm das Gesuch von Kruse an.

Dennis Thering (CDU). © Screenshot
AUDIO: Sommerinterview mit Dennis Thering (1 Min)

Landesvorstand hat künftig ein Vetorecht

Der Streit sei jetzt beigelegt, sagte CDU-Fraktionschef Thering: "Der Landesvorstand wird künftig ein Vetorecht haben bei jedem AfDler, der in die CDU Hamburg eintreten möchte. Das ist ein starkes Signal und damit gehen wir geschlossen in die nächsten zweieinhalb Jahre." Alleingänge bei der Entscheidung gebe es damit nicht mehr. Und das Klima sei unbelastet: "Das ist ja auch die Stärke der Hamburger CDU, dass wir so geschlossen sind. Er ist unsere starke Stimme in Berlin, ich bin die starke Stimme in Hamburg."

Thering steht als Spitzenkandidat zur Verfügung

Thering hofft, dass keine weiteren Ex-AfDler in die Hamburger CDU eintreten wollen. Zu seinen eigenen Ambitionen sagte er, er stehe durchaus als Spitzenkandidat für die nächste Bürgerschaftswahl zur Verfügung, wenn es seine Partei wolle.

Wirtschaft soll entlastet werden

Angesichts der steigenden Energiekosten forderte Thering eine Entlastung der Wirtschaft. "Wir müssen jetzt gucken, dass wir in Hamburg die Wirtschaft, die Unternehmen, die mittelständischen Betriebe entlasten, indem wir Steuern reduzieren, Abgaben reduzieren und ihnen einfach das Leben nicht immer schwerer machen." Anders als dem Senat sei der CDU klar, wie wichtig die Wirtschaft sei, sagt Thering.

Weitere Informationen
Christoph Ploß © picture alliance / dpa Foto: Markus Scholz

Hamburger CDU beschließt Regeln zur Aufnahme von Ex-AfDlern

Die Christdemokraten einigten sich darauf, dass in Zukunft bei heiklen Personalfragen der Landesvorstand beteiligt werden muss. mehr

Ein Mikrofon im Studio von NDR 90,3.  Foto: Larissa Gumgowski

Sommerinterviews bei NDR 90,3 und im Hamburg Journal

Hamburger Politikerinnen und Politiker haben sich den Fragen von NDR 90,3 und dem Hamburg Journal gestellt. mehr

Dominik Lorenzen, Fraktionsvorsitzender der Grünen in der Hamburger Bürgerschaft, sitzt vor einer Fensterscheibe im NDR Sommerinterview © Screenshot NDR

Sommerinterview: Lorenzen für Stromerzeugung auf Parkplätzen

"Gigantisches Flächenpotenzial": Hamburgs Co-Fraktionschef der Grünen spricht sich für Photovoltaik-Anlagen über Auto-Stellplätzen aus. mehr

Hamburgs AfD-Fraktionschef Dirk Nockemann während eines Intervies mit dem Hamburg Journal und NDR 90,3. © Screenshot

Sommerinterview: Nockemann kritisiert Stigmatisierung von AfD-Politikern

Der Fraktionsvorsitzende der Hamburger AfD übt Kritik am Umgang der CDU mit ihrem neuen Mitglied und dem ehemaligen AfD-Politiker Jörn Kruse. mehr

Hamburgs SPD-Fraktionschef Dirk Kienscherf während eines Intervies mit dem Hamburg Journal und NDR 90,3. © Screenshot

Sommerinterview: Kienscherf regt neue Elbquerung an

Im Sommerinterview mit NDR 90,3 und dem Hamburg Journal spricht der Fraktionschef der SPD über denkbare Ergänzungen zu den bestehenden Elbbrücken. mehr

Die Co-Vorsitzende der Linken-Bürgerschaftsfraktion Sabine Boeddinghaus im Sommerinterview  mit NDR 90,3 und dem Hamburg Journal. © Screenshot

Sommerinterview: Boeddinghaus kritisiert Hamburgs Energiepolitik

Die Co-Fraktionsvorsitzende der Hamburger Linken kündigt im Sommerinterview auch einen "heißen Herbst" in Hamburg an. mehr

FDP-Bürgerschaftsabgeordnete Anna von Treuenfels im Sommerinterview. © NDR Foto: Screenshot

Sommerinterview: Von Treuenfels kritisiert Scholz

Die Hamburger FDP-Bürgerschaftsabgeordnete fordert ein anderes Verhalten des Bundeskanzlers in der Cum-Ex-Affäre. mehr

Hamburgs Erster Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) im Sommerinterview. © Screenshot

Sommerinterview: Tschentscher weist Cum-Ex-Vorwürfe zurück

Hamburgs Erster Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) bezeichnete die jüngsten Vorwürfe des Ex-Finanzsenators Peiner (CDU) als falsch. mehr

Hamburgs Zweite Bürgermeisterin Katharina Fegebank (Grüne) im Sommerinterview. © Screenshot

Sommerinterview: Fegebank will mehr Aufklärung im Cum-Ex-Skandal

Hamburgs Zweite Bürgermeisterin Katharina Fegebank (Grüne) forderte den ehemaligen SPD-Politiker Kahrs auf, sich zu einem Bargeld-Fund zu äußern. mehr

Dieses Thema im Programm:

Hamburg Journal 18.00 | 06.09.2022 | 18:00 Uhr

Schlagwörter zu diesem Artikel

CDU

Mehr Nachrichten aus Hamburg

Erkältete Frau mit dampfenden Tee und Thermometer in der Hand. © fotolia Foto: Peter Bernik

Krankheitswelle sorgt in Hamburg für viele Ausfälle

An Hamburgs Schulen und in Kitas, bei der Hochbahn und der Feuerwehr melden sich momentan viele Menschen krank. mehr