Siedlung Osdorfer Born, Blick auf die Hochhäuser des Architekten Fritz Trautwein © Johanna Klier und Markus Dorfmüller

Osdorfer Born verliert letzte Bank-Filiale

Stand: 26.06.2021 08:53 Uhr

Im Osdorfer Born schließt die Hamburger Sparkasse (Haspa) die letzte Bank-Filiale der Siedlung. Kritik daran kommt aus der Bezirkspolitik.

11.000 Menschen wohnen in der Hochhaussiedlung Osdorfer Born, darunter besonders viele Ältere und solche mit wenig Einkommen. Online-Banking sei hier weniger verbreitet, sagt der SPD-Ortsvereinsvorsitzende Oliver Schmidt. Er will die Schließung der Haspa-Filiale im Born Center verhindern und ärgert sich: "Gerade die Menschen im Osdorfer Born brauchen ihre Haspa." Es gebe keine Bank-Alternative, anders als in Blankenese, wo sich ein Proteststurm gegen die Schließung der Postbank erhob.

Sparkasse verweist auf neue Nachbarschafts-Filiale

Das Born Center in der Hamburger Großsiedlung Osdorfer Born  Foto: Marc-Oliver Rehrmann
Das Born Center in der Hamburger Großsiedlung Osdorfer Born feierte vor vier Jahren 50. Geburtstag. Hier will die Haspa ihre Filiale schließen.

Die Hamburger Sparkasse erklärt, dass die Filiale vermutlich im April schließt. Es bleibe aber ein Geldautomat. Gleichzeitig werde in der Luruper Hauptstraße der Neubau einer Nachbarschafts-Filiale fertig. Sie wird gut anderthalb Kilometer entfernt sein. Sozialdemokrat Schmidt hält dagegen: Für den Bus hin und zurück müsse man 4,80 Euro zahlen. Er bittet nun das Bezirksamt Altona, bei der Haspa einzuschreiten.

Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 26.06.2021 | 12:00 Uhr

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