Stand: 04.08.2015 13:09 Uhr  | Archiv

Beratungsangebot zum Ausstieg aus rechter Szene

Hamburg macht Neonazis ein neues Beratungsangebot zum Ausstieg aus der rechten Szene. Mit dem Projekt "Kurswechsel" wollen die Sozialbehörde und das Christliche Jugendwerk Deutschland den Rechtsextremismus bekämpfen, wie NDR 90,3 am Dienstag berichtete. Es gehe darum, vor allem jüngere Menschen mit rechter Gesinnung zu erreichen und zum Ausstieg aus der Szene zu bewegen, sagte Marcel Schweitzer, Sprecher der Sozialbehörde. Aber auch Angehörige und Fachkräfte der Sozial- und Jugendarbeit können das neue Beratungs- und Bildungsangebot in Anspruch nehmen.

Teil des Landesprogramms gegen Rechtsextremismus

Laut Verfassungsschutzbericht gibt es derzeit rund 340 Rechtsextremisten in Hamburg. Davon seien 150 gewaltbereit. Das Umfeld sei aber sicher größer, meinte Schweitzer. Das Aussteigerangebot "Kurswechsel" sei ein Leuchtturmprojekt des Landesprogramms "Hamburg - Stadt mit Courage", das es seit zwei Jahren gibt. Das Projekt wird mit 105.000 Euro vom Bund und der Sozialbehörde gefördert.

Darüber hinaus bietet Hamburg gemeinsam mit Schleswig-Holstein, Niedersachsen, Mecklenburg-Vorpommern und Bremen mit der Arbeitsstelle Rechtsextremismus und Gewalt in Braunschweig ein Ausstiegsangebot für rechtsextreme Kader und Funktionäre an.

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Ein Hakenkreuz-Gaffitti in einem Kameradisplay. (Montage) © NDR, fotolia Foto: Christine Raczka, nikkytok

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Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 04.08.2015 | 10:00 Uhr

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